Nach neuer Panne: NRW-Landesregierung soll endlich UAA-Betriebsgenehmigungen aufheben

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat heute gemeinsam mit seiner örtlichen Mitgliedsinitiative, dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, erneut die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) gefordert. Anlass ist schon wieder ein Zwischenfall in der Anlage, der sich bereits am 5. Januar ereignet hat.

Erst heute, sechs Tage später, wurde die Öffentlichkeit vom NRW-Wirtschaftsministerium über das Vorkommnis informiert. Nach Information des Wirtschaftsministeriums startete ein dieselbetriebenes Notstromaggregat nicht. Zuletzt hatte sich im Herbst bei der Urananreicherungsanlage eine Panne ereignet. Und im Januar 2010 hat sich der bisher schwerste Störfall in der UAA Gronau ereignet.

Laut BBU erinnern die Störfälle bei der Urananreicherungsanlage zunehmend an die Pannenserien bei den Hanuer Atomanlagen, die letztlich stillgelegt wurden. Der BBU, der AKU Gronau und weitere Initiativen und Verbände erwarten endlich ein schärferes Vorgehen der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf gegen die Urananreicherungsanlage. Die Betriebsgenehmigungen sollen aufgehoben und die zahlreichen, hochgefährlichen Urantransporte von und nach Gronau sollen verboten werden, bevor es erneut zu einem ernsten Störfall kommt.

Ebenso wie die Pannen in der Urananreicherungsanlage reißen die Protestaktionen gegen die UAA Gronau nicht ab. Am 2. Januar hatten sich Anti-Atomkraft-Initiativen aus verschiedenen Orten zum Neujahrsprotest an der Anlage getroffen. Und bereits jetzt werden Aktivitäten zum 25. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe vorbereitet (Ende April).

Quelle: Presseerklärung BBU, 11.01.2011

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