Plutonium-Transporte stoppen! Probesitzen vor dem AKW Grohnde

Am 15. Januar findet vor dem Atomkraftwerk Grohnde ein „Probesitzen“ auf der Zufahrtsstraße gegen die erwartete Lieferung von MOX-Brennstäben statt. Im ersten Quartal soll der Reaktor frische plutoniumhaltige Brennelementen für den weiteren Betrieb erhalten. Das soll verhindert werden.

06.02.2010 - Demo in Hameln

06.02.2010 - Demo in Hameln

Es geht um den giftigsten Stoff der Welt: Plutonium. Mit einer Halbwertzeit von 24.000 Jahren ist es eines der größten Probleme in der Nutzung von Atomenergie. Geringste Mengen sind tödlich, zudem ist er Grundlage zum Bau von Atombomben.

In den sog. Mischoxid-Brennelementen (MOX) wird Plutonium aus der Wiederaufarbeitung mit Uran vermischt und kann so erneut im AKW zum Einsatz kommen. Ein dreckiges Verfahren, da neben dem gefährlichen Plutonium auch noch mehr Müll anfällt, als ohne die Wiederaufarbeitung. Absender der erwarteten 16 Brennelemente ist die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in England.

Es wäre erste MOX-Transport aus Sellafield seit 1996: 400 kg Plutonium, die das Material für 40 bis 50 Atombomben liefern könnten, werden quer durch Europa gefahren – das Risiko eines atomaren Unfalls fährt mit und die frage der sicheren Endlagerung ist bis heute nicht geklärt.

Es geht aber um mehr: „Wir widersetzen uns der Verlängerung von Atomlaufzeiten, mit den zunehmenden Risiken und weiterer Atommüllproduktion!“

  • Samstag, 15.01.2011
    13.00 Uhr ab Bahnhof Emmerthal
    Demonstration mit anschließendem „Probesitzen“ vor dem AKW Grohnde

Durchweg positiv sei die Resonanz auf die Aktion, berichten die zehn aufrufenden Initiativen. Von Münster bis Braunschweig und Bielefeld bis Göttingen wird gegen die Atompolitik und die für dieses Frühjahr geplanten Transporte mobilisiert. Zahlreiche Landwirte wollen mit ihren Traktoren den Widerstand der ländlichen Bevölkerung repräsentieren. Auch Bauern aus dem Wendland wollen mit einer Delegation den Widerstand unterstützen. Die Initiatoren erwarten etliche Hundert Teilnehmer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
Artikel-Archiv