Endlager Schacht Konrad wird wesentlich teurer

Das Endlager Schacht Konrad in Salzgitter wird deutlich teurer als bisher gedacht: Statt der zuvor geschätzten 900 Millionen wird das Endlager nach ersten konkreten Berechnungen rund 1,6 Milliarden Euro kosten. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutzes (BfS) am Dienstag nach einem entsprechenden Beitrag der „NDR“ Fernsehsendung „Niedersachsen 19.30 das Magazin“.

„Wegen laufender Gerichtsprozesse hat die Politik in der Vergangenheit entschieden, das Endlager-Projekt zunächst nicht anzufassen“, erläuterte der BfS-Sprecher. Erst nach der rechtlichen Klärung begann dann 2007 der Ausbau. Die dafür in Auftrag gegebene konkrete Kostenrechnung sei jetzt vorgelegt worden.

Grundlage der neuen Zahlen sei eine Analyse der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die mit dem Ausbau des Endlagers beauftragt ist. Vor allem höhere Baukosten haben laut DBE die Summe nun in die Höhe getrieben. Auch die Preise für bestimmte Spezialtechniken seien gestiegen. Die Kosten für das Endlager Schacht Konrad werden zu 65 Prozent von den Betreibern der Atomkraftwerke und zu 35 Prozent vom Bund getragen.

Neben diesen Ausbaukosten waren laut „NDR“ für die Erkundung und Planung des Endlagers bis Ende 2007 bereits rund 945 Millionen Euro ausgegeben worden, so dass die Gesamtkosten nach derzeitigen Stand bei 2,7 Milliarden Euro liegen. Im Schacht Konrad sollen von 2014/15 an schwach- und mittelradioaktive Abfälle unter anderem aus Kernkraftwerken und Forschungseinrichtungen endgelagert werden.

  • Wir fordern: Schacht Konrad darf niemals zur Atommüllkippe der Nation werden!

Quelle: verivox.de, 12.05.2010

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
Artikel-Archiv