2010: auf ein näXstes – contratom kündigt weitere Protestaktionen an

Wir haben viel vor. In 2010 sollen perspektivische Entscheidungen fallen. Ob alte Atomkraftwerke wie Neckarwestheim-1 oder Biblis-A nun endlich stillgelegt werden, oder ob es Laufzeitverlängerungen für diese und weitere Meiler geben wird. Dann steht in Gorleben eine Entscheidungen an: Wird der Standort als Atommüllkippe der Nation forciert, nämlich weitererkundet – oder endgültig begraben.

Spannend wird auch die Frage, ob Vattenfall die Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel wieder anfahren darf oder nicht. Und dann sollen Atommülltransporte rollen: Ahaus, Greifswald und Gorleben sollen die Ziele sein, die vermutlich alle drei in diesem Jahr ihre Zwischenlagerhallen weiter gefüllt bekommen. Schon im Frühjahr sollen erste Behälter Ahaus erreichen, nach Gorleben kommen vorraussichtlich im November elf Castor-Behälter aus Frankreich. Übrigends erstmal die letzten ihrer Art aus La Hague, dann folgen Behälter aus England.

Wir nehmen den Kampf an:

* 01. Januar – Wir gehen mit einer neuen Webseite an den Start. Wir wollen Atomkraftgegner stärker in die tägliche Arbeit partizipieren. Es wird ein Forum geben, einen Widerstands-Kalender, umfangreiche Presseauswertungen und Informationen.

* Januar – Juni – Kampagne gegen ein Endlager in Gorleben, gemeinsam mit der BI Lüchow-Dannenberg und dem Widerstand im Wendland. ´Was wäre wenn…?´ – Schlittenfahren, Faschingsparty, Landmaschinenschau, Ostereiersuchen.

* 06. Februar – Demonstration gegen MOX-Brennelementtransporte in Hameln. Wir unterstützen die Demo und die Kampagne von Hamburger und Bremer Initiativen gegen Transporte über deutsche Häfen.

* Frühjahr – Atommülltransporte nach Ahaus, Widerstand gemeinsam mit Anti-Atomgruppen im Münsterland und drumherum
wahrscheinlich Frühjahr – Aktionen gegen die geplante Inbetriebnahme der AKW Krümmel und Brunsbüttel.

* 27. März – Dezentraler Aktionstag gegen Energiekonzerne, anlässlich des Harrisburgh-Jahrestages. Eingebettet in eine Kampagne gemeinsam mit Initiativen aus dem Münsterland und Finnland gegen den Energiekonzern E.ON werden wir Aktionen machen. Auch auf der E.ON Hauptversammlung im Mai in Essen werden wir den Konzern wieder mit seinen atomaren Machenschaften konfrontieren.

* 24. April – Trecker-Treck nach Krümmel, große Kundgebung vor dem AKW anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages. Große Demonstration in Ahaus.

* 13.-23. Mai – Kulturelle Landpartie zwischen Himmelfahrt und Pfingsten: Der rollende Widerstand. Wir besuchen mit einem ´mobilen Wunderpunkt´, einem speziell hergerichteten Anhänger voller Geschichten, Aktionen, Informationen das Wendland. In Zusammenarbeeit mit graswurzel.tv und der BI Lüchow-Dannenberg. Am Pfingstwochenende großes Konzert an den Atomanlagen.

* 04. Juni – 30 Jahre Räumung des Hüttendorfes in Gorleben. Großdemonstration gegen ein Endlager im Wendland. Wir mischen mit.

* November – Castortransport nach Gorleben, Widerstands-Camp an der Transportstrecke gemeinsam mit der BUND Jugend Hamburg und weiteren.

Und immer zwischendurch:

* Kreative Protestaktionen aus aktuellem Anlass. Sobald es die politische Lage in Deutschland nötig macht, packen wir die Transparente und Kletterseile ein und fahren los.
Trainings für Aktivisten. Immer mehr junge Menschen erfreuen sich des kreativen Protestkletterns. Wir bieten Workshops, damit wir überall noch deutlicher Zeichen gegen die Atommafia setzen können.

* Atomausstieg selber machen: wir wollen wieder stärker in den Fokus bringen, dass in der Diskussion um Atomkraft der erste Schritt eines Jede_N der sofortige Wechsel des Stromanbieters ist. Weg von Atom- und Kohlestrom, hin zu erneuerbaren Energien.

* Aufkleber-Offensive: Nachdem wir Partner der dänischen OOA Fonden geworden sind, die sich für den Schutz des Logos der lachenden Sonne und dem Schriftzug ´Atomkraft? Nein Danke´ einsetzt, verteilen wir den Aufkleber in Bioläden usw. zum verschenken an die Kunden. Damit die Sonne als Zeichen gegen Atomkraft überall wieder sichtbar werden kann.

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