Endlagerbaustelle Gorleben besetzt

In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages besetzten Anti-Atom-Aktivist_innen die Endlagerbaustelle in Gorleben. Anlässlich der heute beginnenden Koalitionsverhandlungen fordern sie ein eindeutiges Bekenntnis gegen Laufzeitverlängerungen und gegen Gorleben als Endlagerstandort.

Mehrere Kletteraktivist_innen entrollten auf dem Förderturm des Salzbergwerks ein Transparent mit einer riesigen Anti-Atom-Sonne und die Aufforderung: ´Bringt Bagger!´ ´Statt das Moratorium aufzuheben, sollte das Endlager im Gegenteil zurückgebaut werden.´, so Hanna Poddig von contratom. ´Dass der Salzstock nicht als Endlager geeignet ist, sollte spätestens seit den Desastern aus der Asse und Morsleben allen klar sein. Dennoch halten Politiker_innen an diesem Standort fest- das ist skandalös und unverantwortlich´.

Anlass für die Aktion sind die am heutigen Tage beginnenden Koalitionsverhandlungen. Gerade weil die regierungsbildenden Parteien sich im Wahlkampf für eine Verlängerung der Laufzeiten der AKWs ausgesprochen haben, sei es wichtig, sich öffentlich für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen einzusetzen.

´Nach dem Wahlsieg von CDU und FDP befürchten wir ein Kippen des Moratoriums und sehen den ohnehin ungenügenden Atomausstieg in Gefahr. Gerade jetzt ist es also wichtig, den Widerstand entschlossen auf die Straße zu tragen.´, erläutert Hanna Poddig, eine der Aktivist_innen vor Ort, die Aktion.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=dfVTWpcmCK4

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Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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