Die Wichtigsten Anti-Atom-Nachrichten
- 20.02.2012 - Neuer Asse-Schacht in Naturschutzgebiet
Offenbar kommt langsam Bewegung in das Jahrhundert-Projekt Asse-Räumung: Der Landkreis Wolfenbüttel soll eine Ausnahmeregelung für den Bau eines weiteren Asse-Schachts in einem Naturschutzgebiet erteilt haben. Dies schreibt die "Braunschweiger Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe.
- 16.02.2012 - Energieversorgung in Deutschland: Stromhändler zocken fast bis zum Blackout
Der deutsche Strommarkt stand in den vergangenen Tagen mehrfach vor dem Zusammenbruch. Laut Bundesnetzagentur waren dafür aber nicht die Kälte oder der Atomausstieg verantwortlich, sondern Energiehändler - die offenbar ihre Profite maximieren wollten. Die Aufsichtsbehörde ist alarmiert.
- 13.02.2012 - Bundesregierung will Stresstest für alle Zwischenlager
Die Bundesregierung will alle atomaren Zwischenlager in Deutschland einem Stresstest unterziehen. Unter anderem soll überprüft werden, wie gut die Atomlager gegen einen Flugzeugabsturz abgesichert sind. Kritik gibt's von den Grünen: Die Vorbereitungen laufen ihnen zu "gemächlich".
- 12.02.2012 - Französische Regierung will Akw-Laufzeiten verlängern
Die konservative französische Regierung plant eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke über die bislang geltenden 40 Jahre hinaus.
- 10.02.2012 - Kosten bremsen neue AKW: Seit 20 Jahren "im Bau"
Derzeit sind zwar weltweit 61 Reaktoren im Bau, doch die Fertigstellung verzögert sich. Seit Jahren geht mehr Wind- und Solarstrom als Atomkraft ans Netz.
- 09.02.2012 - Ausbau der Atomkraft: US-Atombehörde genehmigt ersten AKW-Neubau seit 1978
Am Ende standen vier Stimmen gegen eine: Zum ersten Mal seit 1978 hat die Nukleare Regulierungskommission in den USA den Bau von Atomreaktoren genehmigt. Mit dem rund elf Milliarden Euro teuren Projekt in Georgia soll eine "atomare Renaissance" eingeleitet werden.
- 09.02.2012 - Bürger werden an Endlagersuche aktiv beteiligt
Die Bürger sollen bei der neuen Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll aktive Mitspracherechte bekommen. «Es ist elementar, die Bürger zu beteiligen, nicht nur zu informieren», sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Donnerstag nach Gesprächen mit Vertretern der 16 Bundesländer in Berlin.
- 08.02.2012 - Greenpeace: Gorleben sollte bei Endlagersuche Tabu sein
Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven deutschen Atommüll sollte der Standort Gorleben aus Sicht von Greenpeace von vorneherein ausgeschlossen werden. Dies sei juristisch möglich, heißt es in einem Rechtsgutachten, das die Umweltschutzorganisation am Mittwoch in Berlin vorstellte.
- 08.02.2012 - Niedersachsen: Umweltminister schließt zweites Endlager nicht aus
Der niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hat ein zweites Endlager in seinem Bundesland nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig forderte der Minister, dass es bei der Endlagersuche eine „optimale Bürgerbeteiligung“ geben solle.
- 08.02.2012 - Studie zur Asse: Krebs durch Strahlung nicht nachweisbar
Drei Jahre arbeitete Eckbert Duranowitsch als Schlosser im Atommülllager Asse. Später bekam der heute 49-Jährige Leukämie. Er führt die Krankheit auf die Strahlenbelastung unter Tage zurück. Besondere Schutzkleidung oder Dosimeter, sagt er, habe es für die meisten Beschäftigten nicht gegeben.
- 07.02.2012 - Von wegen Blackout: Trotz Eiseskälte exportiert Deutschland Strom
Noch vor kurzem warnten die Energiekonzerne, wegen des Atomausstiegs drohe im Winter ein Kollaps der Stromversorgung. Nun ist der Winter da – doch von Blackout keine Spur: Deutschland versorgt sogar Frankreich mit.
- 06.02.2012 - Frankreich: Zwischenfall in Cattenom war ernster als angenommen
Ein Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze ist nach Angaben der Atomaufsicht viel schwerer als zunächst angenommen.
- 03.02.2012 - Hannover rechnet bald mit Entscheidung zur Gorleben-Erkundung
Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner rechnet in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung darüber, ob die Arbeiten im Erkundungsbergwerk in Gorleben vorübergehend eingestellt werden. «In einer der nächsten Sitzungen der Bund-Länder-Gruppe zum Endlagersuchgesetz wird der Umgang mit Gorleben auf den Tisch kommen», sagte der FDP-Politiker am Freitag bei einem Besuch des Atommülllagers. Das nächste Treffen ist am 9. Februar.
- 02.02.2012 - Ökostrom kompensiert AKW-Abschaltung
Mögliche Stromausfälle, drastisch steigende Strompreise, Abhängigkeit vom Ausland: Die Szenarien nach dem Abschalten der acht ältesten deutschen Atomkraftwerke waren düster. Doch die Realität zeichnet ein anderes Bild.
- 01.02.2012 - Nach Fukushima: Japan begrenzt Laufzeiten für Atomkraftwerke
In Japan sind derzeit nur noch drei Atommeiler in Betrieb. Alle anderen wurden vorerst vom Netz genommen. Als Konsequenz aus Fukushima will die Regierung die Laufzeiten generell auf 40 Jahre begrenzen. Doch Atomkraftgegner fürchten eine Hintertür.
- 01.02.2012 - Kein Strom-Engpass durch Aus von Kernkraftwerken
Was wurden nicht für düstere Szenarien entworfen, als Mitte März vergangenen Jahres die acht ältesten deutschen Kernkraftwerke dauerhaft vom Netz gehen mussten. Mögliche Stromausfälle! Drastisch steigende Strompreise! Und: Dann muss viel mehr Atomstrom aus Frankreich importiert werden! Ein knappes Jahr nach der Zwangsabschaltung durch die Bundesregierung hat sich keine dieser Befürchtungen bewahrheitet.
- 31.01.2012 - Frankreich investierte bisher 228 Mrd. in Atomkraft
Der französische Rechnungshof hat heute erstmals Zahlen zu den Kosten der Atomenergie genannt, die in Frankreich drei Viertel der Stromversorgung ausmacht. Seit dem Bau der ersten Atomkraftwerke seien 228 Milliarden Euro in die Atomenergie geflossen, heißt es in dem nun veröffentlichten 400-Seiten-Bericht.
- 25.01.2012 - Bremen sperrt Häfen für Atomtransporte
Bremen stellt sich bei Atomtransporten quer. Die Bürgerschaft des kleinsten Bundeslandes hat mit einer Gesetzesänderung die Häfen in Bremen und Bremerhaven für Transporte von Kernbrennstoffen gesperrt. Die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen sowie die Linken stimmten am Mittwoch dafür.
- 24.01.2012 - Geldprämie für Stromabschaltung
Große Energieverbraucher in der Industrie sollen künftig Geld bekommen, wenn ihnen im Notfall der Strom abgestellt werden kann. Das sieht eine vom Bundeswirtschaftsministerium erarbeitete «Abschaltverordnung» vor, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Dienstag) berichtet.
- 24.01.2012 - Konzept der Bundesregierung für Atommüll: Ethikkommission soll Endlagersuche begleiten
Die Bundesregierung legt erstmals einen Gesetzentwurf für die Suche nach einer Atommüll-Deponie vor. Der Entwurf, der der SZ vorliegt, sieht für die Suche nach einem Endlager eine "Ethikkommission" sowie ein völlig neues Bundesinstitut vor - und setzt auf die Beteiligung der Bürger.
- 23.01.2012 - Niederlande verschieben Bau des Atomkraftwerks Borssele um drei Jahre
Der niederländische Energiekonzern Delta verschiebt den Bau des geplanten Atomkraftwerks Borssele in Holland. Grund für die Entscheidung seien aber nicht die Proteste gewesen, sondern die schlechte Marktstimmung. Diese würde es derzeit nicht erlauben, ein solches Projekt umzusetzen, teilte Delta in Amsterdam mit.
- 20.01.2012 - Atommülllager: Bundesumweltministerium will Asse schneller räumen
Zuletzt gab es immer mehr Zweifel an der Räumung des Bergwerks Asse. Jetzt will das Bundesumweltministerium die Rückholung der Abfälle beschleunigen. Ein spontaner Zusammenbruch der Schachtanlage ist offenbar auszuschließen.
- 19.01.2012 - Arbeiten in Gorleben könnten schon 2012 gestoppt werden
Ein Stopp der Arbeiten sei bereits im September dieses Jahres möglich, sagte der neue niedersächsische Umweltminister Birkner.
- 19.01.2012 - Umfrage: Zustimmung zu Atomausstieg noch gestiegen
Die Zustimmung zum Atomausstieg ist in Deutschland einer Umfrage zufolge noch gestiegen. Zugleich bezweifelt ein großer Teil der Bundesbürger, dass die Bundesregierung ihr Ziel erreichen kann, bis 2020 mindestens 35 Prozent des Stromverbrauchs mit erneuerbaren Energien zu decken.
- 18.01.2012 - Brokdorf: Rätselhafte Krebsfälle - Bürger wollen Klarheit
Seit Jahren häufen sich die Krebserkrankungen in Wewelsfleth. Liegt es am Kernkraftwerk Brokdorf? Die Landesregierung zieht das nicht in Betracht. Anwohner machen Druck.





