Aktuelle Anti-Atom-Nachrichten aus der Presse
  • 05.02.2012 - Streit um Volkes Stimme bei neuer Endlagersuche
    Die nächste Eiszeit - ein K.o.-Kriterium? Diese Frage steht derzeit im Fokus eines Fach- und Bürgerdialogs über das mögliche Atommüll-Endlager im niedersächsischen Gorleben. Schließlich müssen 29 000 Tonnen an hoch radioaktiven Abfällen aus deutschen Atommeilern für die unglaubliche Zeit von einer Million Jahre von der Außenwelt abgeschirmt werden. Eine spannende Frage also. Aber bisher interessiert sie kaum jemandem: Der 2010 gestartete «Gorleben-Dialog» von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wird von vielen Bürgern der Region boykottiert und als Alibi-Veranstaltung abgetan.
  • 05.02.2012 - Abschlusserklärung: “Uranindustrie stilllegen – Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung stoppen”
    200 AtomkraftgegnerInnen aus dem Niger, Russland, Frankreich, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland haben sich am 4. Februar 2012 in Münster zu einer Internationalen Urankonferenz getroffen. Im Mittelpunkt der Urankonferenz stand die Forderung, die internationale Uranindustrie stillzulegen und den weltweiten Uranabbau, die Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung zu stoppen. Die Urankonferenz wurde von einem internationalen Trägerkreis aus 35 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden getragen und ist eine der bundesweit größten Konferenzen dieser Art seit Jahren.
  • 04.02.2012 - Neues Atomkraftwerk im niederländischen Borssele – NRW wehrt sich
    Die Pläne bezüglich des Baus eines weiteren Kernkraftwerks in der niederländischen Provinz Zeeland rücken in Deutschland verstärkt in den Fokus öffentlicher Kritik. Anfang Januar 2012 hat sich die Landesregierung NRW bei ihrer Kabinettsitzung bereits gegen die Pläne ausgesprochen. Zu groß ist die Gefahr radioaktiver Kontamination im Falle eines Reaktorunfalls.
  • 04.02.2012 - „Störzonen“ lassen an Gorleben zweifeln
    Endlagersuche Birkner will Alternativen – Bohrungen im Wendland nur bis Herbst: Umweltminister Birkner absolvierte am Freitag seinen Antrittsbesuch in Gorleben. Er will die Erkundung des Salzstocks als Endlager für Atommüll auf Eis legen.
  • 04.02.2012 - Atomkraftgegner: Birkner soll Gorleben "klipp und klar" aufgeben
    Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner stößt mit der Ankündigung eines Erkundungsstopps in Gorleben bei Atomkraftgegnern auf Skepsis. Der Minister habe offen gelassen, ob die vorläufige Sicherheitsanalyse zu Gorleben fortgesetzt werde oder nicht, sagte Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg am Freitag.
  • 04.02.2012 - Greenpeace will Gorleben per Rechtsgutachten ausschließen
    Bürgerprotest gegen Politik, Aktivisten gegen Industrie: Die Suche nach geeigneten Standorten für die Lagerung von Atommüll entzweit Deutschland. Der neueste Vorstoß der Umweltschützer von Greenpeace könnte den Streit, ob Gorleben als Endlager geeignet ist oder nicht, endgültig zu einem Fall für die Juristen machen.
  • 04.02.2012 - Neckarwestheim I: Experten arbeiten an Rückbauplanungen
    Seit fast einem Jahr ruhen Turbine und Generator des Kernkraftwerks GKN I. Trotzdem sieht der Alltag für viele Beschäftigte des abgeschalteten Reaktors fast genauso aus wie in Betriebszeiten. Unterdessen arbeiten die Experten des Betreibers EnBW an den Rückbauplanungen ? ein langwieriges Projekt.
  • 04.02.2012 - Birkner will Gorleben mit anderen Endlager-Orten vergleichen
    Bei seinem ersten Besuch als niedersächsischer Umweltminister in Gorleben hat sich Stefan Birkner (FDP) für eine neue Diskussion über die Endlagerung des Atommülls eingesetzt. Die Opposition kritisierte seine Ankündigung eines Erkundungsstopps im Salzstock Gorleben jedoch als "Mogelpackung" und "Beruhigungspille". Auch bei den Atomkraftgegnern stieß Birkner mit seinen Worten auf Skepsis.
  • 04.02.2012 - Erkundungspause in Gorleben bis 2020?
    Umweltminister Stefan Birkner (FDP) rechnet bald mit einer Entscheidung über eine Erkundungspause im Salzstock. In einer der nächsten Sitzungen der Bund-Länder-Gruppe zum Endlagersuchgesetz werde der Umgang mit Gorleben auf den Tisch kommen, sagte der Minister am Freitag bei einem Besuch des Atommülllagers.
  • 04.02.2012 - Birkner in Gorleben: womöglich Erkundungsstopp im Herbst
    Bei seinem Besuch in Gorleben am Freitag kündigte Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner an, womöglich im Herbst die Erkundung in Gorleben zu unterbrechen. Der Salzstock müsse aber aus wissenschaftlichen Gründen weiter als möglicher Endlagerstandort in der Betrachtung bleiben, so Birkner.
  • 04.02.2012 - Leitungen geborsten: Erneut Radioaktivität in Fukushima ausgetreten
    Am weitgehend zerstörten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima ist erneut Radioaktivität ausgetreten. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte am Freitag mit, dass an der Wasseraufbereitungsanlage ein Leck auftrat. Durch dieses entweiche ausreichend Betastrahlung, um die Strahlenkrankheit auszulösen. Verletzt wurde nach Tepco-Angaben jedoch niemand.
  • 03.02.2012 - Hoffnung für Ahaus: Land will Castortransporte doch noch stoppen
    Überraschende Wende im Streit um die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus: NRW-Forschungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat das Gesprächsangebot von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) angenommen. Bund und Land suchen jetzt nach einer Lösung, um den Transport der 152 Fässer mit stark strahlenden radioaktivem Abfall aus Jülich ins Münsterland überflüssig zu machen.
  • 03.02.2012 - König fordert Solidarität mit der Asse
    Braunschweig will die radioaktive Lauge aus der Asse nicht in der Stadt aufbereiten, Salzgitter will den Asse-Müll nicht im Schacht Konrad haben. Wolfram König, Chef des Bundesamtes für Strahlenschutz, stört sich an dieser Einstellung. Er fordert Solidarität.
  • 03.02.2012 - Hannover rechnet bald mit Entscheidung zur Gorleben-Erkundung
    Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner rechnet in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung darüber, ob die Arbeiten im Erkundungsbergwerk in Gorleben vorübergehend eingestellt werden. «In einer der nächsten Sitzungen der Bund-Länder-Gruppe zum Endlagersuchgesetz wird der Umgang mit Gorleben auf den Tisch kommen», sagte der FDP-Politiker am Freitag bei einem Besuch des Atommülllagers. Das nächste Treffen ist am 9. Februar.
  • 03.02.2012 - Greenpeace Kommentar zu Birkner Besuch in Gorleben
    Den heutigen Besuch des niedersächsischen Umweltministers Dr. Stefan Birkner (FDP) in Gorleben kommentiert Greenpeace Atomexperte Tobias Riedl: "Birkner heuchelt mit seinem Besuch in Gorleben ein Interesse an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem potentiellen Endlagerstandort nur vor.
  • 02.02.2012 - Japan: Kritiker halten AKW-Stresstests für mangelhaft
    Kritiker sehen Stresstests als nette Schreibtisch-Simulation an: Die Anerkennung der Stresstest-Methoden an japanischen Reaktoren, durch die Internationale Atomaufsicht IAEA wird trotz deren Hinweis, es handele sich nicht um einen Freifahrtschein für die Wiederaufnahme des Betriebs von heruntergefahren Reaktoren, sicher von vielen Energiekonzernen und der Regierung als Erfolg angesehen.
  • 02.02.2012 - Ökostrom kompensiert AKW-Abschaltung
    Mögliche Stromausfälle, drastisch steigende Strompreise, Abhängigkeit vom Ausland: Die Szenarien nach dem Abschalten der acht ältesten deutschen Atomkraftwerke waren düster. Doch die Realität zeichnet ein anderes Bild.
  • 02.02.2012 - Extreme Kälte: Drohen Stromausfälle in Deutschland?
    Die Szenarien für mögliche Engpässe in der Stromversorgung deutscher Städte haben sich auch nach dem Beginn des Atomausstiegs und der Abschaltung von acht Atomkraftwerken bislang nicht bestätigt. Während die einen dies als Zeichen dafür deuten, dass die Szenarien der großen Stromanbieter mehr Panikmache als realistische Einschätzung waren, warnen andere Stimmen davor, dass wir bisher vielleicht einfach nur Glück gehabt haben.
  • 02.02.2012 - Gronau: Großaktionen gegen Uranindustrie
    Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch in Münster haben Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Initiativen für die kommenden Wochen zwei Großaktionen gegen die international relevante Uranindustrie in Deutschland angekündigt. Ganz besonders im Visier sind dabei die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen sowie die zahllosen Urantransporte von und zu den beiden Atomanlagen.
  • 02.02.2012 - Umweltschützer kritisieren Programm bei Birkners Gorleben-Besuch
    Atomkraftgegner haben bemängelt, dass sich Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner bei seinem Besuch in Gorleben am Donnerstag nicht mit Kritikern eines Endlagers trifft. Der FDP-Politiker habe keine Zeit, einer Gesprächseinladung von Gorleben-Gegnern zu folgen, erklärte am Mittwoch die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
  • 02.02.2012 - Es knirscht bei der Atomendlager-Suche
    SPD und Grüne kritisieren Norbert Röttgens Entwurf für ein neues Endlagersuchgesetz: zu wenig Öffentlichkeitsbeteiligung, unklare Finanzierung, keine Aussagen zum Salzstock Gorleben. Sogar von "grober Fahrlässigkeit" ist die Rede.

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