Trotz der Atomkatastrophe in Japan ist der weltweite Boom der Atomenergie ungebrochen, so die Energiestudie 2012 der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Es werde zum Beispiel mehr Uran gefördert als noch im Vorjahr. Atomkraftgegner antworten auf diesen Wahnsinn mit schwarzem Humor.

Die Weltproduktion des nuklearen Brennstoffs Uran lag 2012 acht Prozent über dem Vorjahr, so die BGR. Ende 2012 waren in 14 Ländern der Welt 68 Kernkraftwerke im Bau und 110 in der Planung oder Genehmigung. Außerdem hätte der Energieträger Kohle noch “großes Potenzial”. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne blieben laut BGR auf lange Sicht “eine Nische”.

Auf diesen Wahnsinn antworten Atomkraftgegner mit “schwarzem Humor:

Die wahre Geschichte der Atomenergie?

Es begann wohl alles am Anfang des 20. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung. Dem Jahrhundert der Atomenergie auf der Erde.
Zu dieser Zeit gab es weit draußen im Weltall eine Spezies auf dem Planeten Thorium, deren Existenz durch einen Meteoriteneinfall gefährdet war. Deren Wissenschaftler hatten exakt berechnet, dass es im Jahre 2072 (nach unserer Zeitrechnung) zu einer vollkommenen Zerstörung ihres Planeten durch einen riesigen Meteoriten kommen würde. Fieberhaft begann die Suche der Wissenschaftler nach einer Lösung des Problems. Es musste entweder die Bahn des Meteoriten verändert oder auf einen anderen Planeten umgesiedelt werden. Bald stellte sich heraus, dass die Umlenkung des Meteoriten zwar im Bereich des Möglichen sein könnte, aber alternativ Ausschau nach einem geeigneten Planeten nötig war. Die Kolonie der Außerirdischen war von der Größe her sehr klein bzw. dezimiert, weil einige tausend Jahre zuvor enorme Mengen freigesetzter radioaktiver Strahlung 99,99% der Bevölkerung vernichtet hatten.

Riesige Mengen an Uran, die zutage gefördert wurden, konnten damals, trotz der bekannten Gefahren, die Wissenschaftler und Politiker nicht davon abhalten, auf saubere Energien umzusteigen. Schleichend hatte sich dort zuerst das strahlende Gift in deren Umwelt breit gemacht und dann passierten auch noch Reaktorunfälle in deren Energieversorgung, bis schließlich noch ein Atomkrieg unter den Völkern fast alles Lebendige auf dem Planeten Thorium vernichtete.

Nur wenige Thorianer überlebten, weil sie ein besonderes Gen gegen die sonst tödliche atomare Strahlung hatten. Diese kleine Gruppe fand sich dann mit der noch optimal funktionierenden Technik auf dem ansonsten fast toten Planeten zusammen und entwickelten im Laufe der Jahrhunderte eine Affinität zur der noch über Millionen und Milliarden Jahren strahlenden Umgebung. Diese Symbiose und Anpassungsfähigkeit der Thorianer an die Strahlung führte sogar dazu, dass sie schließlich nicht mehr ohne Strahlung in ihrer Umgebung leben konnten. Deshalb mussten auch kleinste Inseln radioaktiv schwach strahlender Gebiete (coldspots) gemieden werden, da diese nun umgekehrt lebensbedrohend auf sie wirkten.

Auf der Suche nach einem neuen Planeten im Weltall fanden sie die Erde. Wunderschön anzusehen – mit allem was das Herz begehrt ausgestattet. Allerdings mit seltsamen Lebewesen bevölkert und ohne die notwendige, für sie lebenswichtige hohe radioaktive Strahlung. Um dies zu ändern (und sie hatten dafür noch ca. 150 Jahre Zeit) schickten sie einige ihrer Wissenschaftler auf unsere Erde. Ihr Auftrag war, sich in die Gehirne einiger Wissenschaftler und Politiker einzuhacken, damit diese trotz jeden gesunden Menschenverstandes sich im Sinne der Entwicklung und Verbreitung der Kernenergie einsetzten.

Noch immer sind die Thorianer auf unserer Erde unterwegs und hacken sich in die Gehirne wichtiger Entscheidungsträger ein, um ihr Ziel zu erreichen, im Jahre 2072 den dann für uns radioaktiv total verseuchten Planeten zu übernehmen.

  • Die daraus für uns resultierende Fragen lauten: Wie können wir Menschen erkennen, in deren Gehirne sich ein Thorianer eingehackt hat? Sie lügen, täuschen, diffamieren bis sich die Balken biegen – ohne eine Miene zu verziehen.
  • Wo leben die Thorianer? In Kernreaktoren, Wiederaufarbeitungsanlagen, Castoren, Instituten wie dem ITU und allen anderen Bereichen, wo mit Radioaktiviät gearbeitet wird.

Also: Seit alle wachsam, lasst euch nicht belügen, arbeitet weiter daran, dass die Erde spätestens 2072 nicht von Thorianern übernommen werden kann. Alle noch nicht gehackten Gehirne unserer Wissenschaftler, Politiker, Wirtschaftsbosse, Akademiker, Intellektuellen und Künstler, Angestellten und Arbeitern – alle Familien, alle Religionen, alle Hautfarben – schließt euch zusammen und stellt euch dagegen, wo ihr könnt. Und seit schnell, denn weitere Thorianer werden schon vorher kommen, um alles zu managen bis 2072 – und die ernähren sich übrigens nur von reinem, isoliertem Genfood Gen hergestellt nach einer uraltenalten Matrix.

Wolfgang Oberacker, 28.10.2011 Leserbrief an die BNN Karlsruhe

28.10.2013: jetzt sind zwei Jahre vergangen, mein Leserbrief den ich an die BNN geschickt hatte wurde nicht veröffentlicht. Vielleicht hab ich diesmal mehr Glück.

Nun ist mein Fragezeichen in der Überschrift zu einem Ausrufezeichen geworden. Die Thorianer haben sich weiter in die Gehirne eingearbeitet. Tschernobyl ist jetzt über 27 Jahre her. Die Liquidatoren sind größtenteils Tod, die die übrig geblieben sind erhalten kaum Rente zum überleben obwohl sie sehr krank sind. In England soll ein neuer Atomreaktor gebaut werden. Die Energiewende hat große Probleme und Atomenergie soll CO2 neutral sein. In Fukushima ist die Hölle los. 1700 Brennelemente braten vor sich hin und verseuchen mit dem Kühlwasser das Meer und damit die ganze Welt. Ein weiterer Tsunami könnte ganz Japan unbewohnbar machen. Die EU will die Atomkraft subventionieren. Immer noch sollen weltweit Atomkraftwerke gebaut werden.

Wann wird der nächste Super-GAU kommen? Wo wird es passieren? Wieder in Japan, Fukushima oder vielleicht in den USA? Der nächste Gau wird der ganzen Menschheit psychisch und physisch sehr weh tun. Aber es werden wieder nicht alle erwachen. Es können nicht alle erwachen weil sie immer noch da sind. Und es sind jetzt mehr geworden weil es auch mehr AKW Gegner gibt. Sie brauchen aber die Erde bis 2072 in einem Zustand der Ihnen das Leben hier ermöglicht – total verseucht. Deshalb werden sie nicht locker lassen. Es geht um ihr Leben. Trotz weiter radioaktiver Verseuchungen wird es Verharmlosungen von Wissenschaftlern und Politikern geben – und immer noch werden “normale Bürger” darauf hereinfallen. Wie damals bei Adolf: was konnte er den Leuten alles erzählen und selbst heute gibt es noch Leugner von Ausschwitz. Allerdings steht das unter Strafe.

Wann wird die Leugnung der Gefahren und der Verbrechen der Atomkraft an der Menschheit unter Strafe gestellt? Vermutlich erst wenn es zu spät ist. Nach weiteren GAUs werden sie dann versuchen zum Endziel zu kommen. Sie werden einen Atomkrieg anzetteln. Vermutlich im nahen Osten. Das wird ihr ganz großer Sieg werden und sie und die Computer werden überleben.

Quelle Teil 1 (Auszug): dpa, 05.12.2013


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2 Kommentare zu „Die wahre Geschichte der Atomenergie?“

  • Wolfgang Oberacker schreibt am 1. Januar 2014 um 22:36

    Um die wahre Geschichte der Kernenergie zu beschreiben hätte ich natürlich besser folgenden realistischen Artikel von Frederic Vester schreiben sollen:

    Als ich 1978 – 8 Jahre vor Tschernobyl – bei der Eröffnung meiner Wanderausstellung „Unsere Welt – ein vernetztes System“ in einem 12-seitigen Energie-Bilderbuch mit dem Titel „Das (faule) Ei des Kolumbus“ den vernetzten Zusammenhang der Kernenergie mit den übrigen Lebensbereichen unserer Zivilisation aufzeichnete (siehe Grafik) und – auf Grund der komplexen Zusammenhänge – die Möglichkeit eines GAU (größten anzunehmenden Unfalls) als sehr viel wahrscheinlicher als nur „einmal in 10 Millionen Jahren“ einschätzte, erhob sich ein Sturm der Entrüstung im Lager der Kernenergielobby und den ihr hörigen Ministerien. Er gipfelte in einer doppelt so langen Schmähschrift der „Gesellschaft für Reaktorsicherheit“ mit dem Titel „Das faule Ei des Dr. Vester“, die in 10.000 Exemplaren verteilt wurde. Inzwischen sind einschließlich des damals noch unmöglich eingestuften GAU hinaus die meisten Entwicklungen so eingetroffen, wie ich sie dargestellt hatte.
    Dass man sich angesichts jener so „idealen“ Energielösung gegen störende Einwände wie das exponentiell ansteigende Atommüllproblem ebenso abschirmte wie nach Tschernobyl gegen die tiefgreifende Wirkung inkorperierter Strahlung (die eben keineswegs mit der Wirkung etwa der normalen Höhenstrahlung vergleichbar ist), war Ausdruck eines „Fundamentalismus“, der keinen wissenschaftlichen Argumenten mehr zugänglich ist. Aufgrund meiner Forschungstätigkeit in der Atomstadt Oak Ridge in den 50er Jahren und später als jahrelanger Gastdozent am Kernforschungszentrum Karlsruhe, wo ich die radiobiochemischen Kurse mit aufbaute, waren mir diese Dinge natürlich vertraut. Das Ausplaudern dieser störenden „Nebenwirkungen“ wurde mir sehr übel genommen, und ich war in dieser Zeit den wildesten öffentlichen Diffamierungen ausgesetzt. Da die direkten und indirekten Vernetzungen der Kernenergie auch heute noch nicht Allgemeingut sind, seien sie hier noch einmal in zehn Punkten kurz zusammengefasst.

    1. Die Verkennung der Komplexität des Atommüllproblems
    In der ersten Begeisterung über die friedliche Anwendung der Kernspaltung in den 60er Jahren war von radioaktiven Abfällen nie die Rede. Und wenn, dann hieß es, sie seien minimal, da der jährliche Brennstoff für einen Kernreaktor in einen kleinen Handkoffer ginge. Schon 1968 wies ich in meinem Buch „Bausteine der Zukunft“ und zwei Jahre darauf in der Studie „Das Überlebensprogramm“ auf diese doppelte Selbsttäuschung hin: erstens, dass man radiaktive Abfälle nie „beseitigen“ kann, da sie – ganz gleich in welche Form sie chemisch umgewandelt werden – ihre an die Atome gebundene Strahlung nie verlieren. Weiterhin, dass auch die Menge – zunächst zwar lächerlich gering gegenüber dem Brennstoff eines Kohlekraftwerkes – dennoch exponentiell ansteigen würde. Ein Problem, mit dem die Menschheit nun auf alle Zeiten konfrontiert ist (in Rußland ist die radiaktive Verseuchung inzwischen nicht mehr beherrschbar und sowohl die Wiederaufbereitungszentren La Hague wie auch Sellafield sind zu permanenten „Lieferanten“ verseuchter Abwässer an die Umwelt geworden).
    weiter siehe unter http://www.oberacker.de/product_info.php?products_id=1598

  • Johannes Weber schreibt am 6. Dezember 2013 um 09:25

     
    Auf einen Artikel der sich mit der wirklich wahren Geschichte (!!!) der Atomkraft (Stichwort: Strom ein Abfallprodukt) beschäftigt und über Hintergründe zu dem wirklichen Nutzen von Atomreaktoren, wie und wem sie wirklich dienen (Stichwort: Urananreicherung; Plutonium) habe ich mich gefreut …
    Denn ich bin mir sicher mit einer Kampagne, die sich darum kümmern würde den Menschen deutlich zu machen, das es sich im großen und ganzen um einen rein militärischen Hintergrund herum gedreht hat und das bis heute auch noch tut, würde viel mehr Menschen auf den Plan rufen wenn es wieder heißt auf die Straße zu gehen gegen Atomkraft und für eine Zukunft in der die Sonne strahlt und nicht unser Planet.
    Mit freundlichen Grüßen

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