Der Unionsfraktionsvize Vaatz fordert die Abkehr vom Atomausstieg, Arbeitgeberpräsident Hundt stellt den Zeitplan infrage. Die Bevölkerung steht mehrheitlich zum Atomausstieg – trotz steigender Energiepreise.

Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz (CDU) hat eine Abkehr vom Atomausstieg und damit eine neuerliche Wende in der Atompolitik gefordert. Erneuerbare Energien seien nicht grundlastfähig, erforderlich sei die “sofortige Außerkraftsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)”. Vaatz fordert Kohle, Gas und Atomkraft.

Atomanlagen stilllegen!Heftige Kritik an der Umsetzung der Energiewende äußerte auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt auf dem Deutschen Arbeitgebertag in Berlin: die Energiereform sei “eine große Baustelle, auf der nicht entschlossen genug angepackt” werde. Angesichts “der zögerlichen Umsetzung der Energiewende und der Explosion der Energiekosten bei gleichzeitiger Mehrbelastung der Umwelt” stellte Hundt die Frage: “Müssen die gefassten Beschlüsse und Zeitpläne nicht neu überprüft werden?” – und zielt damit auf eine Laufzeitverlängerung für die neun verbliebenen AKW.

Die deutsche Bevölkerung steht weiter zum Atomausstieg. Eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders N24 unter rund 1.000 Personen hat ergeben, dass 69 Prozent der Deutschen den Ausstieg aus der Atomenergie trotz höherer Energiepreise nach wie vor für richtig halten.

  • Energiewende: Die Kosten für zwei Weizenbier
    17. Oktober 2012 – Der Journalist Franz Alt vermutet hinter der aktuellen Polit-Debatte um steigende Strompreise ein Aufbäumen der alten Energiewirtschaft. Wir veröffentlichen einen Beitrag von seiner Webseite www.sonnenseite.com.

Quellen (Auszug): welt.de, maerkischeallgemeine.de, stromauskunft.de; 17.10.2012


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1 Kommentar zu „Hundt und Vaatz gegen Atomausstieg“

  • Fissu Faucht schreibt am 18. Oktober 2012 um 19:49

    Der jüngste Anstieg der EEG-Umlage kostet mich etwa 5 € zusätzlich im Monat. Das sind: 3 Shampoos oder 2 Tiefkühlpizzen oder 1/2 Kinoticket (plus Popcorn). Diese EXTREME Einschränkung meines monatlichen Konsums wiegt die immense Freude und das Gefühl der Hoffnung, die jedes einzelne Windrad und jede einzelne Solaranlage in meinem Herzen auslösen, bei weitem nicht aus. Zumal klar ist, dass die Energiewende heute, wo Deutschland sich in einer komfortablen wirtschaftlichen Situation befindet und die Preise für die fossilen Energieträger noch nicht die astronomischen Höhen erreicht haben, die sie früher oder später angesichts der immer stärker spürbaren Knappheit erreichen werden, noch am wenigsten schmerzhaft ist.
    Anders ausgedrückt: Die Frage ist nicht, OB wir die Energiewende wollen sondern WANN. Denn Uran, Kohle, Öl, Gas werden eines Tages aufgebraucht sein.

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