Nächster Transport von plutoniumhaltigen Brennelementen zum AKW Grohnde im November erwartet: Nach den erfolgreichen Protesten gegen den MoX-Transport durch Niedersachsen Ende September bereiten sich Anti-Atom-Initiativen auf den nächsten Atomtransport vor. Die NaturFreunde Deutschlands unterstützen ihre Forderungen.
“Der zweite Transport von Mischoxid-Brennelementen nach Grohnde muss verhindert werden”, stellt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, klar. “Diese Transporte setzen die Bevölkerung einem unnötigen Risiko aus. Überhaupt vermeidet die Verwendung von MoX-Elementen keinen Atommüll – was nachher übrig bleibt, ist im Gegenteil noch viel gefährlicher. Deshalb setzen sich die NaturFreunde Deutschlands für ein komplettes Verbot von MoX-Brennstäben ein.”
Erwartet wird eine Lieferung von 16 Mischoxid-Brennelementen aus Großbritannien, welche 600 bis 800 Kilogramm Plutonium enthalten. Was bei einem Unfall besonders kritisch ist: Schon ein bis zwei Millionstel Gramm Plutonium können Lungenkrebs auslösen. Auch im Reaktor von Fukushima wurden MoX-Brennelemente eingesetzt.
Die NaturFreunde wenden sich auch gegen den Atomkonzern E.ON, der das AKW Grohnde betreibt: mit seiner Geschäftspolitik treibe er ein verantwortungsloses Spiel auf Kosten heutiger wie auch zukünftiger Generationen, meint Uwe Hiksch. E.ON ginge es allein um Profite für den Konzern und seine Aktionäre.
Die Stromverbraucher müssen dabei jedoch nicht mitspielen: Die NaturFreunde Deutschlands sind Mitglied im Trägerkreis des Bündnisses „Atomausstieg selber machen“, das Kunden dazu aufruft, kein Geld mehr an die Atomkonzerne und ihre Tochterunternehmen zu zahlen. Konkrete Alternativen zum Atomstrom finden Sie unter: www.atomausstieg-selber-machen.de.
Quelle: PM Naturfreunde, 06.10.2012
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