Am morgigen Montag erwarten Atomkraftgegner einen weiteren Urantransport aus der westfälichen Anreicherungsanlage Gronau -- und kündigen Proteste an. In der Vergangenheit waren diese Müll-Exporte aus Protest mehrfach blockiert worden.

30.07.2012 - Ankettaktion bei Gronau aus Protest gegen Urantransport

30.07.2012 - Ankettaktion bei Gronau aus Protest gegen Urantransport

Man gehe weiterhin von einem neuen Zug mit 450 t Uranhexafluorid nach Frankreich aus. Abfahrt ist vermutlich morgen gegen 12 Uhr an der Urananreicherungsanlage. Für 12 Uhr wurde daher eine Mahnwache auf der Brücke (Röntgenstr.) über den Gleisen an der UAA angemeldet.

Ab 13 Uhr wird der Urantransport dann in Münster erwartet, von dort aus geht es, wenn nichts dazwischen kommt, über MS-Hiltrup weiter nach Hamm. In Hamm wurden die Uranwaggons in der Vergangenheit meist nach längerer Wartepause an andere Güterzüge angekoppelt. Die weitere Route geht vermutlich über Unna, Hagen, Wuppertal, Köln, Bonn-Beul, Koblenz, Trier und den Grenzübergang Perl. Eine weitere mögliche Route von Hamm aus ist über Lünen, Waltrop, Recklinghausen, Oberhausen, Düsseldorf und dann über Köln weiter wie oben.

  • Es wird zu Zugbeobachtungen mit Ort, Gleis und Durchfahrtszeiten aufgerufen, die dann an die SofA-Handynummer 0176-69345205 weitergegeben werden können.

Die Zugfahren dienen dem Abtransport von abgereichertem Uran, das bei der Herstellung von angereichertem Uran für die Produktion von Brennelementen für AKW anfällt. Riesige Mengen dieser “Tails” sind radioaktiver Abfall -- und müssen am Ende in einem Endlager entsorgt werden.

“Die Transporte verschleiern die Atommüllproblematik – sie lösen sie nicht. Die Urananreicherungsanlage muss stillgelegt werden, damit nicht weiter Atommüll produziert wird”, ist sich Irene Thesing von der Initiative für den sofortigen Atomausstieg (Münster) sicher.

Transporte quer durch Europa erhöhen das Risiko. Bei einem Unfall mit Uranhexafluorid könnte hochgefährliche Flusssäure entstehen und es müsste sofort das Gebiet im Umkreis von 5km evakuiert werden. Zudem sind die meisten Behörden sind nicht einmal über die Transporte informiert.

Der letzte Zug war mit einer Ankettaktion am 30. Juli für mehrere Stunden durch AktivistInnen von Robin Wood, contrAtom und dem Aktionsbündnis Münsterland blockiert worden.


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