Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält an dem Plan fest, ein Endlagersuchgesetz auf den Weg zu bringen, der Gorleben zumindest zur Disposition stellt. Es habe eine Bewegung stattgefunden, neben dem bisher im Fokus stehenden Salzstock Gorleben (Niedersachsen) auch andere Standorte in anderen Bundesländern in Betracht zu ziehen. Zusammen mit Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hoffe sie, dass anstehende Landtagswahlen eine Lösung nicht verhindern, sagte sie laut DPA. Gorleben-Gegner fragen: Hat Frau Merkel ein schlechtes Gewissen?
“Als ehemalige Umweltministerin wird sie erinnern, dass die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eindeutig andere Lagerformationen in Kristallin-, Ton- oder Salzgestein ausgewiesen hatte und Gorleben niemals erste Wahl war, auch wenn sie das am 28.8.1995 so behauptete”, hält ihr die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) entgegen. “Womöglich greift sie das Thema jetzt auf, weil mit der Vorbereitung auf die Anhörung vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Gorleben am 27. September die Erinnerung geweckt wird und das schlechte Gewissen in ihr pocht, dass sie am Sonderstatus für diesen Standort festhielt, obwohl aus geologischer Sicht alles dagegen sprach”, sagte Wolfgang Ehmke (BI).
Die Gorleben-Gegner, so die BI, wollten unbedingt zu diesen Fragen Licht ins Dunkel bringen und setzen dabei auch auf die Anhörung Merkels vor dem PUA Gorleben.
- Infos: www.bi-luechow-dannenberg.de
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Quelle: bi-luechow-dannenberg.de, 17.09.2012
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