Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie dem angrenzenden Weserbergland rufen für Samstag, 25. Februar, zu einem landesweiten Autobahn-Aktionstag auf. Mit Autokorsos, Kundgebungen sowie Aktionen an Autobahnbrücken und Autobahnraststätten verstärken die Anti-Atomkraft-Initiativen ihren politischen Druck und fordern von der Bundes- und Landesregierung einen sofortigen Stopp aller Atomtransporte sowie die Stilllegung der Atomanlagen in der Region. Außerdem wollen sie auf die ungelöste Entsorgung des Atommülls an den Atomstandorten in Jülich, Duisburg, Ahaus und Gronau hinweisen.

„Mit dem Autobahn-Aktionstag demonstrieren die Anti-Atomkraft-Initiativen quer durchs ganze Land genau dort, wo Atomtransporte stattfinden. Wir werden nicht länger hinnehmen, dass hochgefährliche Atomtransporte über die Autobahnen oder Bahnstrecken der Region rollen – zum Atomausstieg gehört der Stopp der Atomtransporte. Hier müssen die Bundes- und Landesregierung endlich aktiv werden,“ erklärten die Initiativen gemeinsam.

Konkret wendet sich der Autobahn-Aktionstag gegen folgende Punkte:

1. Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern von der Bundes- und Landesregierung die glasklare Absage der geplanten Castor-Transporte mit 300 000 hochradioaktiven Brennelementkugeln vom Forschungszentrum Jülich über die Autobahnen ins Zwischenlager Ahaus. Dieser Castor-Wahnsinn darf nicht stattfinden!

2. Auch die schwach- und mittelradioaktiven Atommülltransporte von Jülich und von der Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim über die Autobahnen nach Ahaus müssen gestoppt werden. Die Zwischenlagerung in Ahaus soll nur die ungelöste Entsorgung des Atommülls verschleiern. Ahaus braucht einen kompletten Einlagerungsstopp!

3. Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern von der Bundes- und Landesregierung die sofortige Absage der für März geplanten Autobahn-Transporte von plutoniumhaltigen MOX-Brennelemente aus dem britischen Pannen-Atomkomplex Sellafield via Belgien und NRW zum AKW Grohnde an der Weser. Hier sollen 400 kg Plutonium quer durch NRW kutschiert werden – das ist absolut unverantwortlich!

4. Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern die sofortige Stilllegung der Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim, der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie der AKW Lingen und Grohnde, damit der Atomausstieg endlich Realität wird!

Am jetzigen Samstag (25.2.) sind u. a. folgende Aktionen geplant:

  • Ahaus, 10 Uhr, Bahnhof: Autokorso über die A 31/A 2 nach Duisburg und weiter über die B288/A 57/A 61/A44 nach Jülich
  • Bonn, 9 Uhr, Alter Friedhof/Thomastr.: Autokorso nach Duisburg und Jülich
  • Oberhausen, A 2-Auffahrt OB-Königshardt/Fernewaldstr.: Kundgebung auf den Autobahnbrücken
  • Duisburg-Wanheim, 12 Uhr, Ehinger Str./Richard-Seiffert-Str.: Kundgebung an der Atommüllkonditionierungsanlage
  • Jülich, 15 Uhr, Marktplatz: Abschlusskundgebung zum Autobahn-Aktionstag
  • Raststätte Herford (A2), 12 Uhr: Protestaktion gegen die MOX-Brennelement-Transporte zum AKW Grohnde

Unterwegs werden sich jeweils weitere AtomkraftgegnerInnen aus anderen Städten anschließen, auch mit lokalen Aktionen ist zu rechnen.

Aktionstag in NRW

Aktionstag am AKW Grohnde


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1 Kommentar zu „25. Februar: Autobahn-Aktionstag in NRW – “Atomtransporte quer durch NRW stoppen”“

  • Henri schreibt am 18. März 2012 um 00:24

    Nachtrag: Du sagst: Es k nnen brigens nie alle AKW am Netz sein, weil ndeinstems eines immer defekt ist .Ich komme gerade von Berlin, und habe mal gez hlt: Ca. 10% aller WKWs stehen still (quer im Wind ff), manche haben schon den teuren Autokran stehen.Ansonsten w re das sowieso kein gutes Argument: Immerhin produzieren die AKWs trotzdem das f nffache an Strom TROTZ Stillstand ab und zu!(Nochmal betont: Ich bin und war schon immer gegen AKWs, aber sie sind leider nun mal n tig, weil es sonst keine WKWs geschweige denn PV in Deutschland g be! Das bisschen Strom aus Wind (PV ist ja wirklich fast Null) ist ja kaum der Rede wert! Es sollen 5-mal so viele gebaut werden, um die AKWs zu ersetzen? Naja, meinetwegen, nur: wo denn? Und wer bezahlt das?)

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