Am Sonntag, 04. Juli um 14.00 Uhr haben Atomkraftgegner vor den Toren des Forschungszentrums GKSS in Geesthacht mit einer Kundgebung protestiert. Anlass ist der Abtransport von Brennstäben, die aus dem gescheiterten Projekt "Otto Hahn", das erste und einzige atomar betriebene Schiff, stammen.
Castortransport nach Ahaus
In das nordrhein-westfälische Zwischenlager Ahaus sollen Transporte aus Jülich und Frankreich erfolgen. Der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt. Fakt ist aber, dass Ahaus zur Atommüllkippe werden soll - bis zur Inbetriebnahme des Endlagers Schacht Konrad. Initiativen vor Ort wehren sich seit Monaten gegen weiteren Müll.
Castortransporte nach Greifswald
Aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe sollen 5 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen abtransportiert werden. Als Empfänger wird das Zwischenlager Greifswald-Lubmin angegeben. Zudem wurde am 17.05.2010 der Transport von 4 weiteren Behältern aus Cadarache (Frankreich) genehmigt. Eine Bündelung beider Transporte ist wegen des gleichen Ziels möglich. Transportzeitraum: Bis Ende 2010.
Den Menschen um das Zwischenlager wurde damals vor dem Bau versprochen, dass ausschließlich Müll aus dem Abbau der Atomkraftwerke Greifswald (8 stillgelegte Reaktoren) und Rheinsberg (1 stillgelegter Reaktor) eingelagert wird. Nun werden die Tore für Müll aus der ganzen Republik geöffnet. Um Greifswald formieren sich Aktivisten, um gegen eine perspektivlose Atommülllagerung an der Ostseeküste zu protestieren.
Castortransport nach Gorleben
Im Herbst 2010 wird ein weiterer Castortransport in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben erwartet. Elf Behälter mit hochradioaktiven Abfällen sollen aus der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague ins Wendland gebracht werden. Es handelt sich um den 12. und vorletzten derartigen Transport aus Frankreich.
Die Einlagerung im oberirdischen Zwischenlager Gorleben ist perspektivlos, da es kein Endlager für hochradioaktiven Müll gibt. Der Salzstock in Gorleben ist ungeeignet, den Müll sicher für tausende Jahre aufzunehmen - und wurde ausschließlich aufgrund politischer Entscheidungen zum Atommüllstandort. Doch jeder Transport in das Zwischenlager macht den finanziellen Sachzwang größer, aus Gorleben ein Endlager zu machen - so argumentiert auch schwarz/gelb.
Wir protestieren gegen sinnlose Atommüllverschiebung in Zwischenlager!
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Überflüssige und gefährliche Atomtransporte stoppen!
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Es kann kein sicheres Endlager geben!
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Die Produktion von weiterem Müll muss sofort beendet werden!
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Atomanlagen stilllegen - weltweit & sofort!
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Wir stellen uns quer!