Gerichtsurteil: Polizeieinsatz bei Castortransporten wird teurer

Ist polizeilicher Bereitschaftsdienst während des Castortransports normale Arbeitszeit? Muss er wie andere Überstunden mit Freizeit ausgeglichen werden? Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat diese Fragen heute mit Ja beantwortet. Das Urteil bezieht sich auf eine Klage aus dem Jahr 2005. Und es hat Konsequenzen für zukünftige Castortransporte.

Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen am 12.2.2011 entlang der Castorstrecke Karlsruhe – Lubmin

Atomkraftgegner wollen am 12. Februar entlang der gesamten Transportstrecke des angekündigten Atommüllzuges von Karlsruhe nach Greifswald-Lubmin protestieren. Aus einer Blechhalle in Karlsruhe, auf Straßenbahnschienen durch das Stadtgebiet, durch die ganze Republik nach Lubmin an der Ostsee – wieder in eine Blechhalle. Der Müll strahlt in Karlsruhe genauso wie er es in Lubmin täte. Weshalb dann… Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen am 12.2.2011 entlang der Castorstrecke Karlsruhe – Lubmin weiterlesen

Noch mehr Müll für Lubmin: Schiffsreaktor der Otto Hahn

Das Zwischenlager Nord bei Greifswald-Lubmin wird zur nationalen Atommüllkippe: Immer neue Pläne kommen zutage, welche radioaktiven Komponenten in der Halle enden sollen. Aktuell geht es um den Reaktor des ersten und letzten atomar betriebenen Frachters: der Otto Hahn. Im Dezember 2010 wurden bereits die Brennstäbe eingelagert.

Gutachten: Verbleib von Castoren in Jülich ist möglich – Transport nach Ahaus unnötig!

Die 152 Castorbehälter mit radioaktivem Müll aus dem ehemaligen AVR-Forschungsreaktor in Jülich könnten auch über das Jahr 2013 hinaus auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich (FZJ) gelagert werden. Ein Gutachten, das der Münsteraner Professor Bernd Holznagel im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass eine entsprechende Genehmigung rechtlich möglich wäre. Die Erlaubnis… Gutachten: Verbleib von Castoren in Jülich ist möglich – Transport nach Ahaus unnötig! weiterlesen

Sicherheitsrisiko Neckarwestheim I

Vom Reaktorbetreiber EnBW selbst im Jahr 2007 beantragte umfangreiche Sicherheitsnachrüstungen wurden bislang nicht umgesetzt. Die schwarz-gelben Koalitionen in Stuttgart und Berlin stört das nicht. Wegen konzeptioneller Sicherheitsmängel und alterungsbedingter Störanfälligkeit fällt Altreaktor GKN I weit hinter heute geltende technische Standards zurück. Die Deutsche Umwelthilfe nennt verlängerte Laufzeit des zweitältesten Atomkraftwerks in Deutschland „Spiel mit dem… Sicherheitsrisiko Neckarwestheim I weiterlesen

Atom-Pleite No. 3 für RWE: Gericht blockiert Kauf von Atomkraftwerk in Niederlanden

Das Oberste Gericht der Niederlande hat die Übernahme von Anteilen am einzigen niederländischen Atomkraftwerk durch den Essener Energiekonzern RWE untersagt. Der Hoge Raad bestätigte mit dieser noch vorläufigen Entscheidung am Freitag ein entsprechendes Urteil des Bezirksgerichtes in Arnheim. Dieses hatte dem niederländischen Strom- und Gasunternehmen Essent den Verkauf seiner 50-Prozent-Beteiligung am Kernkraftwerk Borssele in der… Atom-Pleite No. 3 für RWE: Gericht blockiert Kauf von Atomkraftwerk in Niederlanden weiterlesen

Röttgen will Klarheit bis 2012 – Die Antwort zu Gorleben lautet: Untauglich!

Umweltminister Röttgen will Klarheit über die Tauglichkeit des Bergwerkes in Gorleben als ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll. „Gorleben hat eine Antwort verdient, aber ich kenne sie noch nicht“, so Röttgen zu Beginn der Klausurtagung der niedersächsischen CDU am heutigen Freitag. Wir geben ihm gern eine Lehrstunde: denn die Untauglichkeit Gorlebens ist seit 30 Jahren bewiesen!

Rumänien: RWE gibt AKW-Projekt Cernavoda auf

Am Tag als die deutsche NGO Urgewald den Beginn einer Kampagne gegen die Beteiligung des deutschen Energieversorgers RWE am Atomkraftwerksprojekt Cernavoda in Rumänien bekannt gibt, zieht sich der Konzern neben zwei weiteren Investoren zurück. Das AKW-Projekt in erdbebengefährdeter Region sollte damit erledigt sein.

Greenpeace-Studie: 99,5 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2050 möglich

Europas Strom könnte nach einer neuen Greenpeace-Studie bis 2050 zu 99,5 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Dafür wären knapp 100 Milliarden Euro Investitionen nötig, erklärte die Umweltschutzorganisation. In den kommenden zwanzig Jahren wären demnach 70 Milliarden Euro für Infrastruktur- und Netzaufbau nötig, um einen Anteil der Erneuerbaren von 68 Prozent zu erreichen. Bis 2050 kämen… Greenpeace-Studie: 99,5 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2050 möglich weiterlesen

Deutsche Bahn: Fahren mit Atomstrom

Die Deutsche Bahn fährt zu 25 Prozent mit Atomstrom. Dieser Strom kommt aus Neckarwestheim, vor allem aus Block 1, einem der ältesten und gefährlichsten Meiler in Deutschland. Er hätte laut Atomkonsens abgeschaltet werden sollen, darf nun aber acht Jahre länger laufen. Ein Unding!

Nach Vorfall im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld: „Restrisiko“ geht unter die Haut

Im bayerischen Atomkraftwerk Grafenrheinfeld gibt es möglicherweise einen sehr langen, umlaufenden Riss einer Rohrleitung, der zum Abriss der Leitung führen könnte. Monatelang wurde der Befund nicht richtig gemeldet und die Anlage aus rein wirtschaftlichen Gründen weiterbetrieben. Bis heute wurde die betreffende Stelle nicht so untersucht, dass ein Leck-Störfall tatsächlich ausgeschlossen werden kann.

Deutsche Umweltstiftung will den Atomdeal über Brüssel kippen

EU schließt Kartellverfahren wegen Laufzeitverlängerung nicht aus: Direkt nach dem Beschluss der Regierungskoalition, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zum Teil drastisch zu verlängern, hatte sich die Deutsche Umweltstiftung an den EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, Brüssel, und den Präsidenten des Bundeskartellamts, Bonn, gewandt und eine kartellrechtliche Prüfung des Beschlusses angeregt.

1.000 fordern in Grohnde: Stopp MOX-Transporte!

Etwa 1.000 Atomkraftgegner haben heute gegen den geplanten MOX-Brennstoff-Transport aus dem britischen Sellafield zum Atomkraftwerk Grohnde demonstriert. Vor dem AKW Grohnde kam es zu einer symbolischen Sitzblocke. An Aktion beteiligten sich auch ca. 50 Landwirte aus der Region mit ihren Traktoren.

Schwerer Störfall im AKW Grafenrheinfeld möglich

Offensichtlich sind sich bayrische Atomaufsicht und Betreiber E.ON Kernkraft einig in der Auslegung von „Sicherheit“: Im AKW Grafenrheinfeld könnte es laut SPIEGEL zu einem schwerwiegenden Störfall kommen. „Kühlmittelverlust“ im Reaktorinnern wegen eines möglichen Rohrleitungsbruchs lautet die Prognose von Experten. E.ON und Atomaufsicht hielten den Defekt monatelang nicht einmal für „meldepflichtig“.