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Deutschland, 10.03.2010
Atomkraftgegner sehen Rechtsbruch bei Gorleben-Erkundung
Bei der Erkundung des Gorlebener Salzstocks als mögliches Endlager für Atommüll hat es nach Ansicht von Umweltschützern Rechtsbrüche gegeben. Der Ausbau des Endlagerbergwerks sei auch in nicht beantragten und nicht genehmigten Bereichen des Salzstocks erfolgt, sagte die Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek, am Mittwoch.
Sie berief sich dabei auf Ergebnisse einer Sitzung des Umweltausschusses im niedersächsischen Landtag vom Montag.

Besucher des Bergwerks hätten schon früher Abweichungen zwischen den für die Untersuchung genehmigten und tatsächlich erkundeten Bereichen festgestellt, sagte Rudek weiter. Die Pläne und geologischen Karten gehörten nun «für jedermann einsehbar» auf den Tisch.

Der Salzstock in Gorleben wird seit Ende der 1970er Jahre untersucht. Im Jahr 2000 ließ die damalige Bundesregierung die Arbeiten für zehn Jahre unterbrechen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte vor kurzem angekündigt, dass die Untersuchung wieder aufgenommen werden soll.

Thema: Atomstandorte - Rubrik: Gorleben - Artikel gelesen: 180 mal
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