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Deutschland, 09.02.2010
CSU uneins über Röttgens Vorstoß zu AKW-Laufzeiten
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat mit seiner Forderung nach einem schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie unterschiedliche Reaktionen in der Schwesterpartei CSU hervorgerufen. Während der Umweltpolitiker Josef Göppel den Minister verteidigte, ging CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich auf Distanz.
«Wir sind in der Koalition etwas irritiert, weil die Sorge besteht, dass Röttgens Einlassungen falsche Signale aussenden», sagte Friedrich der «Financial Times Deutschland» laut Vorabmeldung. «Der Verdacht, dass wir nicht zu längeren Atomlaufzeiten stehen, muss ausgeräumt werden.» Die von Röttgen vorgeschlagene maximale Laufzeit von 40 Jahren sei zudem eine willkürliche Zahl.

Der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel sagte dagegen der «Berliner Zeitung», die Kritik des Wirtschaftsflügels von Union und FDP an Röttgen sei nicht nachvollziehbar und unberechtigt. Die Kritiker sorgten zudem dafür, «dass die Wahl in Nordrhein-Westfalen schief geht».

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger verwies beim Thema Atomaustieg auf den Koalitionsvertrag. Der Münchner «Abendzeitung» sagte die FDP-Politikerin laut Vorabmeldung: «Jetzt soll Herr Röttgen erst mal sehen, wie seine eigene Partei damit umgeht, dass er sagt, die CDU mache gerne Grünen-Politik.»

Thema: Politik/Diskussion - Rubrik: Atomausstieg/Stilllegung/Abschaltung - Artikel gelesen: 224 mal
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