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Deutschland, 08.02.2010
SPD warnt vor ´grünem Nebel´ bei schwarzen Atomplänen
Die SPD hält den von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Aussicht gestellten Schwenk in der Atompolitik für unglaubwürdig. ´Hier wird grüner Nebel produziert, damit man die schwarzen Löcher vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen nicht sieht´, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag in Berlin.
Röttgen hatte am Wochenende der Union zum baldigen Atomausstieg geraten. Seine Partei müsse sich ´gut überlegen, ob sie gerade die Kernenergie zu einem Alleinstellungsmerkmal machen will´, sagte der Minister der ´Süddeutschen Zeitung´. Er kündigte an, die Bundesregierung werde bis zum Herbst darlegen, wie die Reaktoren schrittweise durch erneuerbare Energien abgelöst werden sollen.

Nahles wies darauf hin, das Röttgen weder Details genannt noch sich klar vom beschlossenen Atomausstieg distanziert habe. ´Mit der SPD sind längere Laufzeiten nicht zu machen´, betonte Nahles. Derzeit laufen bereits Verhandlungen mit den Stromkonzernen, durch Verlagerung von Stromkontingenten aus dem stillgelegten Reaktor Stade die Laufzeiten der alten Meiler Neckarwestheim 1 in Baden-Württemberg und Biblis A in Hessen auszudehnen.

Thema: Politik/Diskussion - Rubrik: Atomausstieg/Stilllegung/Abschaltung - Artikel gelesen: 222 mal
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