| Quelle / Author: http://www.handelsblatt.c Deutschland, 08.02.2010 Baldiger Atomausstieg: Röttgens Vorstoß spaltet die Union |
Umweltminister Röttgen wegen seines Vorschlags zum baldigen Atomausstieg in die Kritik geraten: Politiker aus Union und FDP warnten vor einem übereilten Abschalten der Atomreaktoren, es gab aber auch zustimmende Reaktionen - ein neuer Streit bahnt sich an. |
CDU-Umweltminister Norbert Röttgen steht mit seinem Vorstoß für eine nur geringfügig längere Atomkraftnutzung nicht nur in der eigenen Partei in der Kritik, sondern auch beim Koalitionspartner FDP. Für Vizekanzler Guido Westerwelle wäre es ´ein absolut schwerer Fehler´, jetzt aus der Kerntechnik auszusteigen, wie der Außenminister und FDP-Vorsitzende im ZDF sagte. ´Was der Umweltminister gesagt hat, ist nicht die Auffassung der Bundesregierung.´ Unions-Fraktionsvize Michael Kretschmer und FDP-Generalsekretär Christian Lindner warfen Röttgen vor, ´vor diffusen Ängsten der Bevölkerung zu kapitulieren´. Die Umweltministerinnen von Baden-Württemberg und Hessen pochten auf den Koalitionsvertrag und das Parteiprogramm der Union. Beide sähen Laufzeitverlängerungen vor. Ein konkretes Konzept will die Koalition bis zum Herbst erarbeiten. Die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) wies auch Röttgens Kritik an der Idee zurück, die aus einer Laufzeitverlängerung entstehenden Zusatzgewinne der Energiekonzerne teilweise abzuschöpfen. Es sei richtig, dieses Geld in die Erforschung erneuerbarer Energien und besserer Netze zu stecken, sagte sie der ´Frankfurter Rundschau´ (Montag). Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer (CDU), sagte der ´Financial Times Deutschland´: ´Acht Jahre mehr reichen nicht aus. 60 Jahre Laufzeit sind international üblich.´ |
| Thema: Politik/Diskussion - Rubrik: Rennaissance/Ausbau - Artikel gelesen: 202 mal |
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