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Quelle / Author: http://de.news.yahoo.com/
Deutschland, 08.02.2010
Lautenschläger will Laufzeitgewinne der Atomindustrie abschöpfen
Die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) hat ihren Vorschlag zur Abschöpfung von Gewinnen der Atomindustrie bei verlängerten Laufzeiten gegen Kritik ihres Amtskollegen im Bund, Norbert Röttgen (CDU), verteidigt. Dieses Geld solle «in Erforschung erneuerbarer Energien und besserer Netze» gesteckt werden, sagte Lautenschläger der «Frankfurter Rundschau».
Röttgen hatte dem Vorschlag mit den Worten widersprochen, das wäre eine «Deal-Politik», die er ablehne.

Mit dem Geld «können wir aber noch wesentlich mehr zur Entwicklung von Speichertechnologien tun, damit erneuerbare Energie immer dann zur Verfügung steht, wenn sie tatsächlich gebraucht wird», meinte die Ministerin.

Sie warnte Röttgen zugleich, die Einspeisevergütung für Solarstrom zu schnell herunterzufahren. Der von Röttgen für den 1. April geplante Schritt solle «zwei oder drei Monate nach hinten» verschoben werden, damit die angefangenen Bauprojekte überhaupt noch umgesetzt werden können. «Im Moment kann wegen der Witterung niemand eine Anlage installieren.» Im Prinzip unterstützte auch Lautenschläger die Reduzierung. «Es ist richtig, dass die Einspeisevergütung zurückgefahren wird. Dort, wo die Herstellungspreise gesunken sind, muss auch die Einspeisevergütung sinken», sagte sie.

Thema: Politik/Diskussion - Rubrik: Rennaissance/Ausbau - Artikel gelesen: 271 mal
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