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| Quelle / Author: contrAtom Deutschland, 03.03.2009 Hamburg: Anti-Atomprotest vor der Allianz gegen bulgarisches Atomkraftwerk - ´Hoffentlich nicht Allianz versichert´ |
Am heutigen Dienstag, 3.3.09, finden in Hamburg Proteste gegen die geplante Beteiligung von RWE am Bau des bulgarischen Atomkraftwerkes Belene statt. Da die Allianz der größte deutsche Einzelaktionär der RWE ist und im RWE Aufsichtsrat sitzt, stehen die Aktivisten vor der Allianz-Hauptvertretung am Großen Burstah unter dem Motto ´Hoffentlich nicht Allianz versichert!´. |
Sie informieren Passanten über RWEs geplante Atomgeschäfte sowie die Bedeutung der Allianz in diesen Geschäften. Die Aktivisten verteilen ´FingeRWEg von Belene´-Luftballons sowie Anti-Atom-Bonbons und fordern nicht nur RWE-Kunden zum Stromwechsel auf. Die Aktion findet im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche statt, zu der die Umweltorganisation ´urgewald´ und die Antiatom-Initiative ´.ausgestrahlt´ aufgerufen haben. In mehr als 50 Städten sind ebenfalls Aktionen geplant. Im Zentrum des Protests stehen die Pläne des Energiekonzerns RWE, über 1,5 Milliarden Euro in den Bau eines Atomkraftwerks russischen Designs in Bulgarien zu investieren. Das Projekt heißt Belene und soll in einem Erdbebengebiet in Nordbulgarien gebaut werden. 1977 kam es wenige Kilometer vom geplanten Belene-Standort zu einem starken Erdbeben, bei dem 120 Menschen starben. Der Jahrestag des Bebens jährt sich am 4. März. Sogar der ehemalige Chef der bulgarischen Atomaufsicht warnt eindringlich vor der Realisierung des Projekts. RWE-Chef Großmann jedoch beharrt auf dem AKW-Bau mitten in der Gefahrenzone. Engagierte bulgarische Umweltschützer erhielten im letzten Dezember Morddrohungen - aber auch das interessiert den RWE-Chef nicht. ´Belene ist ein Atomkraftwerk, das die Allianz niemals versichern würde´, erklärt Jan Becker von ContrAtom: ´Da die Allianz im Aufsichtsrat der RWE über Investitionen mit entscheidet, ist es eine Frage der Glaubwürdigkeit, nicht tatenlos zuzusehen, wie die Sicherheit von Millionen Europäern gefährdet wird.´ ´Belene ist nur die Spitze des Eisbergs´ sagt Jürgen Fahrenkrug von der Antiatom-Initiative .ausgestrahlt: ´Der Konzern will darüber hinaus Atomkraftwerke in Litauen, Großbritannien und den Niederlanden bauen. Und in Cernavoda in Rumänien, wo der Standort ebenfalls sehr erdbebengefährdet ist. Zudem teilt Cernavoda mit Belene Probleme wie schwache Aufsichtsbehörden, verbreitete Korruption und die ungeklärte Lagerung der radioaktiven Abfälle. Ausgerechnet ein Lebensversicherer wie die Allianz darf solche Projekte nicht mittragen.´ Bei einem Gespräch mit einem Beisitzer des Allianz-Vorstandes wurde von diesem zugesagt, den Appell der Atomkraftgegner, gegen das AKW zu stimmen, weiterzutragen. Er zeigte zudem Verständnis für die Sicherheitsbedenken. Aufgrund von Auflagen durften an der Allianz selbst keine Transparente gezeigt werden, daher zogen die etwa 15 Protestler zum Kundenzentrum von Vattenfall in die Mönkebergstraße. Dort ist für kommenden Samstag eine weitere Aktion geplant. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Vorankündigung weiterer Aktionen in Hamburg Am Samstag, 7.2.2009, 11-14 Uhr wird es in Hamburg eine weitere Aktion vor dem Kundenzentrum von Vattenfall in der Mönckebergstraße geben. Vattenfall hat ebenfalls den Neubau von Atomkraftwerken angekündigt. Für den 26. April 2009, dem 23. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, bereiten norddeutsche Antiatomgruppen und Umweltverbände eine Großkundgebung vor dem AKW Krümmel bei Geesthacht vor. --> [ www.contratom.de/tschernobyl ] |
| Thema: Aktion / Termin - Rubrik: - Artikel gelesen: 1786 mal |
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02.09.2010 |
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