Zwei Jahre ist es erst her, aber die Lagebeschreibung von Peter Löscher wirkt nach der Atomkatastrophe in Japan wie aus einer anderen Zeit. Eine Renaissance der Kernenergie stehe bevor, mit dem Neubau von global 400 Atomkraftwerken bis 2030 und einem Investitionsvolumen von über einer Billion Euro, hat der Siemens-Chef damals gesagt. Anlass war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der russischen Atomfirma Rosatom zum Wiedereinstieg der Münchner in diese Technologie.