Am Samstag, 14. September 2013 ist eine Menschenkette um die Firma Eckert und Ziegler in Braunschweig geplant. Atomkraftgegner fordern: Keine Atomanlagen neben Wohnhäusern und Schulen!

Eckert & Ziegler Braunschweig

Eckert & Ziegler Braunschweig, Bild: BISS

Der Betrieb von Atomanlagen im Stadtgebiet ist unverantwortlich! In Braunschweig befindet sich der Firmenkomplex von Eckert & Ziegler, GE Healthcare und Buchler neben Wohnhäusern und Schulen. Die Firmen und ihre Vorläufer bauten ihre Geschäftsfelder, die sich um die Be- und Verarbeitung radioaktiver Stoffe drehen, stetig aus. Jetzt soll die Annahme und Verarbeitung von Atommüll noch massiv intensiviert werden.

Schon heute strahlt das dort gelagerte Inventar zwei- bis dreimal so stark wie alles, was in der Asse liegt. Die aktuelle Genehmigung erlaubt sogar noch ein Vielfaches dessen. Bereits seit Jahren werden am Zaun des Firmengeländes im bundesdeutschen Vergleich höchste Strahlungsemissonen festgestellt. Eigentlich sind diese hohen Strahlungswerte gar nicht zulässig, doch die Behörden legitimieren die Strahlungswerte mittels „kreativer“ Auslegung der Verordnungen.

Durch die Betriebe sind die Menschen in Braunschweig und dem Umland erheblichen Risiken ausgesetzt. Die Freisetzung von Strahlung durch Atomanlagen hat schädigende Wirkungen auf Menschen und Umwelt. Viele davon wurden systematisch unterbewertet, um an der Atomkraft festhalten zu können. Atomanlagen stehen selbst bei Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Verdacht, für schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs und für andere gesundheitliche Beeinträchtigungen verantwortlich zu sein. Schon heute sind die Menschen in der Nähe der Braunschweiger Industrieanlage hohen Belastungen ausgesetzt.

Die An- und Abflugrouten des ausgebauten Flughafens verlaufen häufig über dem Firmenkomplex. Im Fall eines schweren Stör- oder Unfalls, z.B. durch einen Flugzeugabsturz, wäre mit drastischen Folgen für große Teile des Stadtgebietes und ggf. der umliegenden Orte zu rechnen.

Keine Atomanlagen neben Wohnhäusern und Schulen!

Die Firma Eckert & Ziegler will den Betriebsteil zur Be- und Verarbeitung von Atommüll massiv erweitern. Sie bewirbt europaweit dieses Geschäftsfeld, das z.B. auch die Konditionierung von radioaktiv belasteten Materialien aus stillgelegten Atomkraftwerken beinhaltet. Behörden und Stadtverwaltung sind nicht willens, die Erweiterung zu verhindern und Prioritäten für eine Wohnbebauung gegenüber industrieller Nutzung zu setzen. Den Ausbau der Atomanlage kann nur noch großer öffentlicher Druck verhindern:

  • Samstag, 14. September – Punkt 16 Uhr
    Kommt zur Menschenkette um das Firmengelände!
  • Anti-Atomkraft-Bewegung in NRW ruft zur Demonstration gegen Atommüll in Duisburg auf
    1. Juli 2013 – Am Sonntag, den 30. Juni 2013, fand die Landeskonferenz der Antiatom-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen in Duisburg statt. Auf Einladung des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein kamen 50 VertreterInnen verschiedenster Initiativen nicht nur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus Niedersachsen zusammen. Dabei wurden zahlreiche Entwicklungen und Probleme der Spirale aus Herstellung, Transport und Einsatz von Kernbrennstoffen ebenso in den Blick genommen wie die ungelösten Fragen der Entsorgung von Atommüll.
  • Braunschweig: Atommüll im Wohngebiet
    6. Februar 2012 – In Braunschweig will die Firma Eckert & Ziegler eine neue “Drehscheibe für Atommüll” bauen. Direkt neben Schulen, Kindergärten und einem Wohngebiet hat das Unternehmen die Errichtung einer weiteren Halle angekündigt, in der radioaktive Abfälle gelagert sollen. Neben der Asse und Schacht Konrad soll die Gegend einen dritten “nuklearen Hot Spot” bekommen. Atomkraftgegner und besorgte Anwohner protestieren.
  • Braunschweig: Verdacht auf fortgesetzte, massive Überschreitung der Grenzwerte
    9. Dezember 2011 – Wegen des Verdachts unerlaubter Freisetzung von Radioaktivität und fortgesetzter Grenzwertüberschreitungen hat ROBIN WOOD heute zusammen mit der örtlichen Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) gegen die Nuklearbetriebe Eckert & Ziegler nuclitec GmbH und GE Healthcare GmbH & Co. KG sowie gegen das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig als Überwachungsbehörde Strafanzeige gestellt. Es besteht der Verdacht, dass die Strahlenbelastung für die Menschen in der Umgebung der beiden Atomfirmen größer als zulässig ist.

Quelle (Auszug): atomalarm2013.de; 01.07.2013


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