Die Atomkatastrophe von Fukushima dauert an. Mindestens 380.000 Menschen mussten evakuiert werden – vermutlich für Jahrzehnte. Viele Regionen auch außerhalb der Sperrzone sind radioaktiv stark belastet, Lebensmittel verseucht. In den baufälligen Ruinen der Reaktoren kann es jederzeit erneut zu massiver Freisetzung von Strahlung kommen. Fukushima bleibt eine Mahnung für alle: Atomausstieg – jetzt! Am 9. März 2013 gehen wir an den AKWs Grohnde und Gundremmingen sowie an der Uranfabrik Gronau auf die Straße.

Fukushima-Jahrestag 2013

Fukushima-Jahrestag 2013

Als Reaktion auf Fukushima wurden bei uns acht Atommeiler abgeschaltet. Neun sind weiter am Netz und sollen zumeist noch bis 2022 laufen. Dabei zeigt ein offizieller Stresstest: Diese Reaktoren sind nicht sicher. Kommt es zur Katastrophe, gibt es kein Entfliehen. Selbst in einer Entfernung von 170 km müssten Menschen vor der radioaktiven Gefahr evakuiert werden. Das ist unmöglich.

  • Deshalb bleibt Fukushima eine Mahnung an alle: Atomausstieg – jetzt!

Auch wenn Deutschland offiziell raus will aus der Atomkraft: In den Uranfabriken in Gronau und Lingen wird weiter unbefristet atomarer Brennstoff hergestellt und an AKWs in aller Welt exportiert. Die Transporte neuer und abgebrannter Brennelemente gehen weiter – mit allen Risiken. Was mit dem hochgefährlichen Atommüll passiert, ist weiter ungeklärt. Damit muss Schluss sein!

  • Am 9. März 2013 gehen wir deshalb an den AKWs Grohnde und Gundremmingen sowie an der Uranfabrik Gronau auf die Straße. Wir fordern die Bundes- und Landesregierungen auf: Alle Atomanlagen abschalten!

Demonstration gegen Atomkraft

Demonstration gegen Atomkraft

Energiewende braucht Atomausstieg!

Wir brauchen keine Atomenergie – wir brauchen Sonne, Wind und Wasser! Doch die Bundesregierung sabotiert die Energiewende: Indem sie unnötig viele Unternehmen von der EEG-Umlage befreit, treibt sie die Strompreise für Privathaushalte und Gewerbetreibende hoch. Dabei machen Erneuerbare Energien den Strom günstiger, nicht teurer. Doch die an der Strombörse sinkenden Preise werden von den Konzernen nicht an ihre KundInnen weitergegeben.

Unterdessen treiben vor allem BürgerInnen, LandwirtInnen, Genossenschaften und Kommunen den Ausbau der Erneuerbaren Energien voran. Sie haben deren Anteil an der Stromproduktion bereits auf 25 Prozent steigen lassen. Sie zeigen: Wir brauchen keine Großkonzerne, um Atomausstieg und Klimaschutz voran zu bringen.

  • Kommt am Samstag, den 9. März 2013, mit nach Grohnde, Gundremmingen oder Gronau. Wir wollen die Energiewende – dezentral und in BürgerInnenhand. Wir wollen keine Atomanlagen – abschalten, jetzt!”
  • Jetzt die Sonne zeigen!
    Vor mehr als einem Jahr wurde in Deutschland der zweite “Atomausstieg” beschlossen, doch neun AKW sollen teilweise noch mehr als zehn Jahre laufen. Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird ausgebaut, um die Endlagerung von Atommüll findet eine Scheindebatte um Alternativen zu Gorleben statt…  Wir wollen einen schnelleren, umfassenden und ernst gemeinten Atomausstieg. Sofort! Machst Du mit?

Ähnliche Beiträge:

  1. 11. März: bundesweite Proteste zum 1. Fukushima-Jahrestag – “Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!”
    Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände haben auf einer Pressekonferenz in Berlin die Hintergründe und Zielrichtung der geplanten bundesweiten Aktionen zum 1. Fukushima-Jahrestag am 11. März erläutert. Allein in Deutschland wird es fünf...
  2. Standortbenennung Gorlebens vor 34 Jahren: 34 Jahre Lug und Trug – 34 Jahre Protest und Widerstand
    Am 22. Februar 1977 wurde der Standort Gorleben – als Nukleares Entsorgungszentrum – per Fingerzeig vom damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) benannt. Ausschlaggebend war nicht die zweifelhafte Geologie, sondern die...
  3. Protest für die Stilllegung aller Atomanlagen!
    Im Schatten des Atomunfalls im japanischen AKW Fukushima protestieren heute über 60.000 Menschen zwischen Neckarwestheim und Stuttgart und vielen anderen Städten für die Stilllegung aller Atomanlagen. Am kommenden Montag setzen...
  4. E.ON muss europaweit Atomanlagen abschalten
    Anlässlich der Hauptversammlung von E.ON am morgigen 5. Mai in der Essener Gruga-Halle fordern die Umweltorganisation urgewald und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen den Konzern auf, sich von seiner verantwortungslosen...

1 Kommentar zu „Aufruf zu Protest: Zwei Jahre Fukushima – Atomanlagen abschalten!“

  • Manfred Zinke schreibt am 19. Dezember 2012 um 22:48

    Fukushima Block 4 – das ist der, in dem abgebrannte Brennelemente ihre strahlende Energie in Form von Hitze ins zu kühlende Abklingbecken abgeben, versinkt der Block immer mehr, weil TEPCO mit Meerwasser notgekühlt hatte. Der Block 4 wird nicht nur Japan weiterbeschäftigen: Der Block hat schon eine Schräglage. Das radioaktive Inventar ist um ein Vielfaches höher als das in den 2 anderen explodierten Reaktoren. Ein GAU dort hätte weit mehr Folgen.
    Die geologischen Verhältnisse zwischen den Interkontinentalplatten lassen dieses Land als Spielball der dann wirkenden Kräfte unvorstellbaren Ausmaßes erscheinen, das eine derartige Risikotechnologie von Anfang an hätte ausschließen müssen.
    Auch ohne den Atomausstiegsbeschluss der nun abgewählten Regierung Japans werden die Japaner um Leib und Leben fürchten müssen. Dass nun ausgerechnet die Partei gewählt wurde, die für die 50 AKWs und den Filz zwischen Regierung, Presse und Atomlobby verantwortlich ist, ist mehr als fatal.
    Und was ist bei uns?
    Nichts mehr als Unlust, den Atomausstieg – unter dem Schock grün-roter Regierungsübernahme in Baden-Württemberg reflexartig beschlossen – auch wirklich umzusetzen.
    Entschuldigung für meinen ultraschwarzen Gedanken, der aus dieser erlebten Ursache-Wirkung-Beziehung stammt: Brauchen wir wirklich immer mal wieder ein Tschernobyl, ein Harrisburg, ein Windscale, um auf demokratischem Weg eine Fehlentscheidung zu korrigieren?
    zinke.manfred@alice-dsl.net
    Manfred Zinke
    Reinhardshäuser Str. 38
    34537 Bad Wildungen

Kommentieren

Artikel-Archiv

Meine aktuellen Infos nun hier:

Beiträge: ausgestrahlt.de/blog

Nachrichtenauswertung auf www.ausgestrahlt.de

zum Abo des Atomradars

Die täglichen Infos sind kostenlos und werden über Spenden finanziert!

Login