Eine Transportstrecke zum AKW Gohnde ist seit dem Nachmittag von 10 Treckern und einer Sitzblockade mit 50 Menschen blockiert. Zur Zeit gibt es kein Durchkkommen durch die Unterführung unter der B83 vom Wirtschaftsweg “Rehrerstr.” zum AKW Grohnde. Nur Strohballen und ein Dixi-Klo wandern unbemerkt zur Blockade.

Das 500 Meter weiter gelegenen Protestcamp am AKW Grohnde habe mittlerweile über 200 Menschen und 70 Trecker aus dem Wendland, Lipper Land und Südniedersachsen erreicht. Ständig kommen weitere hinzu. Eine Samba-Gruppe aus Witzenhausen heizt den Demonstranten im Camp ein. Die Volksküche aus Hannover kocht warmes Essen. Am Freitag hatten die AKW-Gegner große Schlafzelte aufgebaut und mit Teppichen ausgelegt, die sich nun mit Schlafsäcken und Isomatten füllen.

Die Demonstranten wollen den erwarteten Plutonium-Transport verhindern und fordern von E-On, die MOX-Brennelemente wegen der erhöhten Gefahr nicht im Reaktor einzusetzen:

“Wenn beim einem Unfall beim Transport oder im AKW Plutonium frei wird, reichen schon 2 Millionstel Gramm aus, um Krebs zu erzeugen. Auch nach dem Einsatz im AKW strahlen die MOX-Brennelemente fast doppelt so stark wie normale Uranbrennelemente, und dass bei ungeklärter Entsorgung des Atommülls”, so Tobias Darge von der Regionalkonferenz “Grohnde abschalten”.

Stattdessen könnten die MOX-Brennelemete mit anderem Atommüll verglast oder in Castoren mit abgebrannten Brennelementen gemischt werden, um den militärischen Mißbrauch zu erschweren. So hatte das Öko-Institut 1999 im Aufttrag der Stadt Hamburg vorgeschlagen, statt die MOX-Brennelemente im Reaktor einzusetzten, jeweils ein MOX-Brennelement mit mit 18 abgebrannten Uran-Brennelementen in einem V19-Castor zu mischen.

Quelle: PE Grohnde abschalten, 17.11.2012


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