Aktiv werden: Einsprüche gegen Laufzeitverlängerung des AKW Borssele (NL) sammeln

Das AKW Borselle in den Niederlanden (Luftlinie bis NRW 200-250 km) soll eine Laufzeitverlängerung bekommen. Ursprünglich war geplant, das AKW 2013 abzuschalten. Dann hätte es eine Betriebslaufzeit von 40 Jahren gehabt und bereits eine Menge radioaktiven Müll produziert, für den es auch in den Niederlanden keine adäquate Lösung gibt. Jetzt hat der Betreiber des AKW noch mal 20 Jahre Laufzeitverlängerung beantragt. Um somit eine 60-jährige Laufzeit zu erreichen. Auch Menschen aus Deutschland können Einspruch dagegen erheben.

AKW Borssele/Niederlande; Quelle: google streetview

AKW Borssele/Niederlande; Quelle: google streetview

Der Betreiber des AKW, der EPZ-Konzern (Elektriciteits-Produktiemaatschappij Zuid-Nederland – 70% Delta, 30% RWE) möchte nach eigenem Willen das AKW bis ins Jahr 2034 laufen lassen. Bei einem Unfall mit Uralt-Technik, welcher nach so langer Laufzeit nicht auszuschließen ist, wäre auch Deutschland betroffen. Daher stellen wir euch einen Sammeleinspruch als Download zu Verfügung (siehe unten). Mit dem Einspruch geht ihr keine weiteren Verpflichtungen ein. Wenn ihr Lust und Zeit habt, könnt ihr aber zum Erörterungstermin in die Niederlande kommen, der euch per Post vom Wirtschaftsministerium bekannt gegeben wird. Dort könnt ihr eure Einsprüche auch noch einmal mündlich erörtern. Dazu seid ihr jedoch nicht verpflichtet!

Ladet euch jetzt die Unterschriftenliste runter und sammelt in eurem Bekanntenkreis und auf euren Anti-Atom-Veranstaltungen Unterstützer. Jede Unterschrift ist Gold wert und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Laufzeitverlängerung nicht genehmigt wird. Gerne könnt ihr auch selbst formulierte Einsprüche beim Ministerium vorbringen. Schickt einfach eine sachliche Mail oder einen Brief an die folgende Adresse und erklärt, warum ihr eine Laufzeitverlängerung für nicht sinnvoll haltet. Die Einsprüche können natürlich auch in deutscher Sprache eingebracht werden!

Ministerie van EL&I
Programmadirectie Nucleaire Installaties en Veiligheid
O.v.v. Ontwerpbeschikking EPZ Bedrijfsduurverlenging KCB
Aanleverpunt C-Noord3/A17
Postbus 20401
2500 EK DEN HAAG
Per e-mail: Postbus.AanvraagEPZ@mineleni.nl
Betreff: ‘EPZ Bedrijfsduurverlenging KCB’.

Der BBU sammelt zudem bis zum 30. November Unterschriften auf einer Liste:

  • Niederlande: Reaktorbau verschoben
    24. Januar 2012 – In den Niederlanden wird nun erstmal doch kein Atomkraftwerk gebaut. Um mindestens drei Jahre hat der Energiekonzern Delta die Pläne für einen neuen Reaktoren in Borssele verschoben. Grund sind desolate Finanzen, Atomkraftgegner sehen auch einen Erfolg von Protestaktionen gegen die Pläne.
  • Einsprüche gegen neues AKW in Holland möglich
    5. Dezember 2011 – Im niederländischen Borssele soll ein neues Atomkraftwerk gebaut werden. Um den genauen Standort festzulegen, wird im Vorfeld eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, im Rahmen dieser Prüfung kann jeder Bürger und jede Bürgerin in Nordrhein-Westfalen bis zum 12. Januar 2012 gegen die Reakorpläne Stellung nehmen. Atomkraftgegner rufen dazu auf, Mustereinwendungen zu senden.

Quelle: kein-castor-nach-ahaus.de; 13.11.2012

2 Antworten auf Aktiv werden: Einsprüche gegen Laufzeitverlängerung des AKW Borssele (NL) sammeln

  • Martina Haase sagt:

    Auf der Webseite der NL-Regierung (anklickbar am besten über den Artikel zum Thema auf groen-links,zeeland) zur erfolgten Genehmigung der Laufzeitverlängerung wird behauptet, es habe nur 658 Einsprüche (zienswijzen) gegeben. Dabei sind außer den über 1000 des BBU auch noch 340 aus der Euregio um Aachen eingereicht worden. Sowie 56 aus Bayern. Niemand hat eine Empfangsbestätigung bekommen! Bis zum 2.5. können Beschwerden eingelegt werden bei
    Ministerie van EL&I
    Programmadirectie Nucleaire Installaties en Veiligheid
    O.v.v. Ontwerpbeschikking EPZ Bedrijfsduurverlenging KCB
    Aanleverpunt C-Noord3/A17
    Postbus 20401
    2500 EK DEN HAAG
    Per e-mail: Postbus.AanvraagEPZ@mineleni.nl
    Betreff: ‘EPZ Bedrijfsduurverlenging KCB’.                       Grüße, Martina/Aachen

  • Petra Herrmann sagt:

    Hallo AKW Betreiber,
    soeben habe ich Ihr Vorhaben über eine Laufzeitverlängerung Ihres eh alten Kraftwerkes  erfahren. Ich bin erschrocken und bestürzt über Ihr unverantwortliches Vorhaben. Ich möchte mich mit diesem Schreiben für den Schutz meiner und meiner Mitbürger ihrer Gesundheit einsetzen. Nicht nur der menschliche Körper wird mit den Jahren für Defekte anfälliger. AKWS sind alle keine zukunftsweiesende Energieform und alte erst recht nicht. Klar wird ja bei alten AKWS durch Abschreibung  ein höherer Gewinn abgeschöpf, aber das dient nicht dem Allgemeininteresse. Ich frage mich wieniele Fukushimas braucht der Mensch? Es ist endlich an der Zeit alle AKWS abzuschalten. Ich hoffe, Sie finden einen anderen Weg Ihr Einkommen zu sichern. Sie müssen uns Menschen versttehen, daß wir uns für unsere Sicherheit und den Umweltschutz stark machen müssen. Die Umweltsünden häufen sich und wir möchten uns gegen diese Fehler zur wehr setzen. Ich rede nicht nur..ich habe CO2 und Atomfreien Strom schon länger. Ändern Sie Ihren falschen Kurs solange noch Zeit ist. Dafür und nur dafür wären wir Ihnen Dankbar.
     
    Mit atomfreien Grüßen für eine gesündere Welt für Morgen
    von
    Petra Herrmann

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