Zwei wichtige Erkenntnisse zieht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) aus dem Auftritt der Bundeskanzlerin vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss Gorleben am Donnerstag: Das Lügengebäude hat noch Bestand und Gorleben liegt bei Angela Merkel hoch im Kurs als potentieller Endlagerstandort. Morgen wird im Wendland protestiert.

contratom freundliche sonneDie Kanzlerin leugnete beharrlich, Tatsachen verdreht zu haben, trotz der vorgelegten Tondokumente, die belegten, dass Merkel aus Studien der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, in denen auch andere Standorte als untersuchungswürdig angesehen wurden, den bewussten Fehlschluss ableitete, Gorleben sei erste Wahl.

“Viel wichtiger, weil zukunftsweisend, war die Aussage Merkels, dass neben Gorleben nur vorsorglich andere Standorte erkundet werden sollten, falls sich die Nichteignung Gorlebens als Atommüllendlager erweise”, merkt Wolfgang Ehmke (BI) an.

Damit sei jeder Versuch gescheitert, Vertrauen in ein neues Suchverfahren zu setzen, weil Gorleben als Nummer eins im Spiel bleibe.

“Gorleben ist und bleibt bei Merkel gesetzt, Peter Altmaier kann reden, was er will und die Verhandlungsführer von Grünen und SPD gehen der vordergründigen Behauptung von einer angeblich weißen Landkarte bei der Endlagersuche auch noch auf den Leim”, so die BI.

Umso wichtiger ist es, den Protest gegen das Atommülldesaster im Lande fortzusetzen. Am morgigen Samstag gehen Gorleben-Gegner als Reaktion auf das vordergründige Spiel wieder auf die Straße um “Licht ins Dunkel” um die Endlagerdebatte zu bringen.

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Quelle (Auszug): bi-luchow-dannenberg.de, 28.09.2012

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