Seit Wochen verhandelt Bundesumweltminister Altmaier mit Vertretern der Opposition einen Kompromiss für die bundesweite Suche nach einem atomaren Endlager. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen die Gespräche abgeschlossen und der jahrzehntelange Konflikt beigelegt werden. Von Anfang an ausgeschlossen waren Parlamente und Öffentlichkeit. Sieht so ein offenes und faires Verfahren aus? Greenpeace-Experte Mathias Edler fordert: die Verhandlungen müssen ausgesetzt werden!
Die Mängel in dem undurchsichtigen Verfahren und Gesetzentwurf sind zahlreich und schwerwiegend, so Edler. Kompromisse könnten deshalb in einzelnen Punkten keine grundsätzliche Verbesserung mehr bringen. Greenpeace fordert deshalb, die Verhandlungen auszusetzen.
Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler beleuchtet die Hintergründe der Endlagersuche und die Rolle von Gorleben.
- Endlagersuche: Offener Brief an den Bundesvorstand der Grünen
16. Juli 2012 – Mit Unverständnis haben Atomkraftgegner aus der Region Gorleben auf den Beschluss des Bundesvorstands der Grünen reagiert, die Verhandlungen zum Endlagersuchgesetz zügig abschließen zu wollen und darauf zu drängen, das Gesetz bereits im September in den Bundestag einzubringen.
- Gorleben geht gar nicht!
5. Juni 2012 – Geologie, Lügen und Tricksereien verbieten die weitere Erkundung in Gorleben. Der Salzstock ist ungeeignet, der Standort verbrannt. Alle Gründe gegen Gorleben in einer Broschüre zusammengefasst.
- Erklärung zur Bund-Länder-Arbeitsgruppe für ein Endlagersuch-Gesetz
29. Februar 2012 – Erklärung von Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen zur Bund-Länder-Arbeitsgruppe für ein Endlagersuch-Gesetz: Neustart bei Endlagersuche erfordert Ausschluss von Gorleben und gesellschaftlichen Dialog von Anfang an!
Quelle (Auszug): www.greenpeace.de, 26.07.2012
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