Auch ein Jahr nach dem Beschluss zur Energiewende ist der Rückhalt in der Bevölkerung für den Atomausstieg groß. Fast die Hälfte aller Befragten in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GMS Dr. Jung erwarten, dass der Ausstieg aus der Atomkraft nicht mal Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat.

Im Auftrag der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) wurde die Befragung durchgeführt, die einmal mehr ein deutliches Stimmungsbild zugunsten der Energiewende produzierte: fast ein Viertel (23 Prozent) erwarten durch die Abschaltung der AKW Vorteile für die deutsche Wirtschaft, nur 21 Prozent sehen Nachteile. Nur zehn Prozent sind für eine spätere Stilllegung der Atomkraftwerke.

Atomkraftgegner fordern von der Bundesregierung ein stärkeres Engagement für die Energiewende und erteilen gleichzeitig dem Versuch, Laufzeitverlängerungen für die letzten neun AKW wieder ins Gesprächb zu bringen, eine Absage:

“Die Mehrheit der deutschen Bürger unterstützen nach wie vor den Atomausstieg und erwarten sogar einen positiven Effekt für die Wirtschaft, zum Beispiel durch das Schaffen weiterer Arbeitsplätzen”, so Jan Becker von contrAtom. “Die Mehrheit lehnt damit weiterhin einen längeren Betrieb der letzten neun AKW definitiv ab. Frau Merkel muss das als Regierungsauftrag verstehen und nun endlich alle Kräfte für einen noch schnelleren Ausstieg als 2022 bündeln und so einen noch früheren Abschied von der Risikotechnologie Atomkraft ermöglichen.”

  • Mehr als 90 Prozent wollen den Atomausstieg
    19. Januar 2012 – Die Zustimmung zum Atomausstieg ist einer Umfrage zufolge noch weiter gestiegen. Über 90 Prozent aller Deutschen sind für eine Stilllegung aller Reaktoren. Atomkraftgegner sehen ihre langjährige Argumentation bestätigt – und fordern noch umfassendere und ambitioniertere Massnahmen sowie ein Ende von Angst-Szenarien.
  • Mehr Geld für den Atomausstieg
    5. Januar 2012 – Der Deutsche ist bereit, sein Liebstes für den Atomausstieg herzugeben: Geld. Eine repräsentative Forsa-Umfrage hat ergeben, dass die Bereitschaft mehr Geld für die Abschaltung der Atomkraftwerke zu zahlen gegeben ist und sogar Windräder in unmittelbarer Wohnortnähe immer mehr Aktzeptanz finden.

Quellen (Auszug): welt.de, techfieber.de, 21.07.2012


Ähnliche Beiträge:

  1. Greenpeace-Studie: Atomkraft – zu unflexibel für die Energiewende
    Kernkraftwerke sind Grundlastkraftwerke, sie sind für den Dauerbetrieb gebaut. Sollen sie flexibel geregelt werden, also angepasst an einen schwankenden Strombedarf, wird es gefährlich. Genau dieser Lastfolgebetrieb ist für die Zukunft...
  2. 80% gegen Laufzeitverlängerung – 53% für schnellen Ausstieg!
    Die große Mehrheit der Deutschen will, dass schwarz/gelb die Laufzeitverlängerung rückgängig macht. Über die Hälfte fordert einen schnelleren Atomausstieg – und die sofortige Stilllegung der sieben ältesten Reaktoren. Das besagt...
  3. Ausstieg bis 2017 möglich – BMU unterschlägt Studie
    Es sind Zahlen, die der Union zur Zeit nicht passen: laut einer Studie des Bundesumweltministeriums ist ein vollständiger Atomausstieg bis zum Jahre 2017 möglich. CDU, CSU und FDP streben aber...
  4. Germanwatch-Studie: Warum sich die Energiewende rechnet
    In einer neuen Metastudie stellt Germanwatch den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Debatte um Kosten und Nutzen der Erneuerbaren Energien in Deutschland dar. Die Ergebnisse zeigen, dass im Vergleich der volkswirtschaftliche...

Kommentieren

Nachrichten-Kanal

Den Anti-Atom-Nachrichtenkanal abonnieren:

Artikel abonnieren
Powered by
Easy Automatic Newsletter Lite v2.7.2
Aktionen

STÖRFALL-Kalender
social networks

Jetzt & Sofort:
contrAtom ist Trägerverband der Kampagne "Atomausstieg selber machen".
Partner
Wir sind offizieller Partner der:
Artikel-Archiv
A year before
Login