Mit mehr als 25.000 Unterschriften hat der Asse II-Koordinationskreis heute in Berlin seine Forderung unterstrichen, den Atommüll im Bergwerk Asse II (Kreis Wolfenbüttel) keinesfalls zu fluten. Damit hat er auch die Bundesregierung an ihr Versprechen von 2009 erinnert, das marode Salzbergwerk, in das nie Atommüll hätte eingelagert werden dürfen, zügig zu räumen.
„Dem Versprechen der Bundesregierung, den Atommüll zurück zu holen, müssen endlich Taten folgen“, fordert Andreas Riekeberg vom Asse II-Koordinationskreis und führt weiter aus: „der Bundesumweltminister sollte dem Betreiber endlich Vorgaben machen, bis wann die Rückholung des Atommülls abgeschlossen sein soll und ihm die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen.“
Peter Dickel vom Asse II-Koordinationskreis ergänzt: „Warum sollte die Rückholung nicht in 8 bis 12 Jahren vollbracht sein können?“
In nur 20 Tagen hatten die im Asse II-Koordinationskreis zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen und Organisationen die Unterschriften gesammelt, die sie heute um 15.30 Uhr an Bundesumweltminister Altmaier überreicht haben. In einem Umzug mit Berliner Atomkraft-GegnerInnen vom Pariser Platz zum Umweltministerium rollten sie 30 symbolische Atommüll-Fässer durch die Hauptstadt.
Im anschließenden Gespräch mit Bundesumweltminister Peter Altmaier forderten die Vertreterinnen und Vertreter des Asse II-Koordinationskreises den Umweltminister auf, die Flutung der Asse auch nicht als Notfallkonzept zu akzeptieren. Außerdem solle er die immer noch bestehenden Vorbehalte seines Ministeriums gegen die Räumung der Asse zurückziehen. Die Rückholung des Atommülls und des chemotoxischen Mülls aus dem Schacht Asse II sei professionell auf ein vorgegebenes Zeitziel hin zu organisieren.
- contrAtom gratuliert zu diesem großartigen Erfolg, in so kurzer Zeit so massiven Druck auf die Bundesregierung auszuüben!
Quelle: asse2alarm.de, 28.06.2012
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