Heute morgen wurde von Hamburger Atomkraftgegner mit einer Mahnwache im Hafen auf einen ankommenden Atomtransport hingewiesen. Am frühen Morgen legte das russische Schiff ‘Kapitan Yakovlev’ mit Uranhexafluorid an Bord am Athabaskakai an.

Urantransport Hamburger Hafen, 23.01.2012

Urantransport Hamburger Hafen, 23.01.2012

Der Atomstoff wurde von dem Schiff auf LKWs verladen und es verließen 8 LKW Transporter mit Uranhexafluorid den Burchardkai von 8:56 bis 9:09 Uhr in Richtung Autobahn A7. Die UN Gefahrstoffkennzeichnung lautete: 78 -2978 . Der Transport wurde durch die Firma Kieserling aus Bremen durchgeführt.

Über das Hamburger Stadtgebiet und den Hafen geht eine Vielzahl von Atomtransporten. Hamburg ist eine Drehscheibe zur Versorgung und zur Entsorgung der AKWs im internationalen Atomgeschäft. Uranoxide, das extrem giftige Uranhexafluorid, unbestrahlte und bestrahlte Brennelemente oder andere Produkte im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomtechnologie werden im Hamburger Hafen umgeschlagen und/oder durch das Hamburger Stadtgebiet transportiert. Dieses im schnitt alle 1,5 Tage. Ein großer Anteil der Atomtransporte geht in die Atomanlagen in Lingen und Gronau.

In der Vergangenheit wurde durch das Unternehmen “Nuclear Service & Cargo GmbH” (NCS), das in Deutschkand fast alle Atomtransporte abwickelt, u.a. “unbestrahltes Uran in Form von UF6″ (14.12.11), “unbestrahlten Brennelemente” (16.11.11) und “Urandioxid (UO2)” (19.7.11) aus Russland nach Hamburg befördert. Zuletzt die ‘Kapitan Kuroptev’ aus Russland kommend am 18.01.12 im Hamburger Hafen eingetroffen.

Vergleichbar mit den derzeitigen Anstrengungen in Bremen, die ihren Hafen für den Umschlag von Kernbrennstoffen sperren möchten, sollen in Hamburg noch weitreichender Massnahmen ergriffen werden:

“Atomtransporte sind von größter strategischer Bedeutung für das Funktionieren der Atomindustrie. Atomtransporte verhindern heißt die Atomanlagen stilllegen und das ist genau unser Ziel. Wir fordern die sofortige Entwidmung des Hamburger Hafens für Atomtransporte!”, so die Aktivisten in Hamburg.

In Bremen würde das Verbot nämlich die Transporte von Material zur Herstellung von Brennelementen nur bedingt unterbinden.

Quelle (Auszug): PE SAND Hamburg; 23.01.2012


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