Ende November rollt wieder ein Castor-Transport ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben. Wir stellen uns quer – denn der Transport in das Zwischenlager zementiert den Standort Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll. campact macht ab heute in 10 Städten halt, um mit einem Castormodell auf die Entsorgungsproblematik hinzuweisen.
Aus rein politischen Gründen wurde der Salzstock in den 1970er Jahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit willkürlich ausgewählt. Er ist geologisch völlig ungeeignet: Von oben drohen Wassereintritte ähnlich wie im abgesoffenen Endlager Asse, von unten explosive Erdgaseinschlüsse.
Bis zum Jahresende will die Regierung ein Endlagersuchgesetz vorlegen. Es droht zu einem „Gorleben-Durchsetzungsgesetz“ zu werden – mit Kriterien, die Gorleben weiter als Endlagerstandort ermöglichen sollen. Ein ergebnisoffenes und transparentes Suchverfahren nach unabhängigen Kriterien wird es nur geben, wenn Gorleben als Endlagerstandort ausgeschlossen wird.
Castor Tour 2011
Bevor der echte Castor-Transport durchs Land rollt, will campact vom 10. bis 23. November mit einem Castor in Originalgröße auf Tour gehen – durch zehn Städte entlang der Castorroute. Enden wird die Tour in Berlin, wo von der Bundesregierung gefordert wird: Stoppt Gorleben!
- Do, 10.11. Karlsruhe
- Fr, 11.11. Heidelberg
- Mo, 14.11. Frankfurt
- Di, 15.11. Kassel
- Mi, 16.11. Hannover
- Fr, 18.11. Bremen
- Sa, 19.11. Hamburg
- So, 20.11. Lüneburg
- Di, 22.11. Braunschweig
- Mi, 23.11. Berlin
Alle Infos: www.campact.de
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