Am Samstag, 29. Oktober, starten AtomkraftgegnerInnen überall im Land den Castor-Aktionstag. Nicht nur in Gorleben, auch in Freiburg, Husum, Aachen oder Erfurt stellen wir uns quer gegen ein Endlager im maroden Gorlebener Salzstock und gegen den Castor-Transport ins Wendland. Denn Gorleben ist überall!

Castortransportstrecken nach Gorleben

Mögliche Castortransportstrecken nach Gorleben

Der Termin steht wohl fest: am 26. November soll ein nächster Castortransport mit elf Atommüllbehältern aus Frankreich den Verladekran Dannenberg erreichen. Doch: Das Atommüllproblem ist mit dem Unterstellen in der Zwischenlagerhalle Gorleben keineswegs gelöst, es gibt weltweit kein Endlager für hochradioaktiven Müll. Und der Salzstock in Gorleben ist ungeeignet, Sicherheit für tausende Jahre zu gewährleisten. Schon heute ist die Strahlung aus den Castoren bis nach Gorleben messbar und Grenzwerte werden nur dank beschöigten Rechnungen nicht überschritten.

Am 29. Oktober um 12 Uhr finden in vielen verschiedenen Städten Aktionen entlang der möglichen Transportstrecken statt. Viele Städte muss der Castor-Zug auf seiner Fahrt nach Gorleben passieren, dort wollen wir direkt am Bahnhof protestieren. Aber auch in allen anderen Orten sollen Aktionen stattfinden, zum Beispiel auf dem Marktplatz oder in der Fußgängerzone. Die Aktionen sollen aufwecken, informieren und aktivieren und zeigen, dass der Widerstand gegen den Castor-Transport nach Gorleben überall ist.

Denn es geht nicht nur um den Castor: neun Atomkraftwerke dürfen nach dem Regierungsbeschluss noch viele Jahre weiter hochgefährlichen Müll produzieren, die Urananreicherungsanlage Gronau kann seit Kurzem etwa 10% aller AKWs weltweit mit Brennstäben versorgen und die Endlager-Havarie der Asse-II ist nicht im Ansatz gelöst. Schacht Konrad und Gorleben sind nicht sicher – denn eine Langzeitverwahrung für tausende Jahre ist unmöglich!

  • Macht mit: Stellt in Eurer Stadt eine eigene Aktion auf die Beine und setzt ein Zeichen gegen Castor, Atomkraft und ein Endlager in Gorleben.

Auf einer Karte bei www.ausgestrahlt.de können die Aktionen eingetragen werden.

Im Wendland ist der Treffpunkt um 12.30 Uhr am Bahnhof Leitstade. In Lüneburg findet am Samstag, den 29.10.11 um 12:00 eine Kundgebung am Bahnhof statt.

  • Atomausstieg? Die Wahrheit
    Deutschland steigt aus. Bis 2022 sollen in einem Stufenplan alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, das erste bereits 2015. Schwarz/gelb feiert das eigene Einknicken im Fortbestand der Atomenergie als Erfolg, rot/grün stimmt mit dem Argument “alternativlos” zu. Die Wahrheit zum deutschen Atomausstieg in 23 Teilen, denn es geht schneller, es gibt keine Entsorgungslösung, Tag für Tag ereignen sich Störfälle und die Brennstoffindustrie in Deutschland wird sogar ausgebaut.
  • Atomausstieg – Die Wahrheit Teil 8: Atomtransport rollen weiter durchs Land
    28. Juni 2011 – Deutschland steigt aus. Bis 2022 sollen in einem Stufenplan alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, das erste bereits 2015. Schwarz/gelb feiert das eigene Einknicken im Fortbestand der Atomenergie als Erfolg, rot/grün stimmt mit dem Argument “alternativlos” zu. Doch weiterhin rollen gefährliche Atomtransporte durch Deutschland. Eine Verbesserung der Sicherheit gibt es seit Fukushima nicht. Und durch den Abbau der AKW werden die Transport noch weiter zunehmen.
  • Gründe gegen Castor-Transporte
    Atomtransporte bergen ein enormes Risiko. Ihr Inhalt ist meist hochgiftig und kann innerhalb von wenigen Stunden ganze Landstriche in für Jahrhunderte unbewohnbare Gebiete verwandeln. Zehn gute Gründe gegen Atommülltransporte.

Quelle (Auszug): www.ausgestrahlt.de, 17.10.2011


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