Ökostrom-Recherchebericht 2011

Öko-Stromanbieter im Vergleich: Der Ökostrom-Recherchebericht 2011 von ROBIN WOOD nimmt erneut die Anbieter von Ökostrom unter die Lupe und kommt zu dem Ergebnis, dass weiterhin vier Anbieter empfehlenswert bleiben.

Der jährliche Recherchebericht hinterfragt die Bezugsfirmen der Ökostromanbieter nach bestimmten Kriterien. Damit nämlich der Wechsel weg von einem der vier AtomKonzerne auch tatsächlich ökologisch und ideel einwandfrei ist, ist es wichtig, zu einem Öko-Stromanbieter zu wechseln, der wirtschaftlich nicht mit den Energie-Multis verflochten ist. Denn sonst würde das Geld wieder in den Kassen der Unternehmen landen, die pro Atom und Kohle arbeiten.

Um den Öko-Strommarkt für Sie transparenter zu machen, hat ROBIN WOOD recherchiert. Für die Entscheidung, welche Öko-Stromanbieter nach Ansicht von ROBIN WOOD empfehlenswert sind, waren folgende Kriterien ausschlaggebend:

  1. Es gibt keine eigentumsrechtliche Verflechtung des Anbieters mit einem Konzern, der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt.
  2. Der Anbieter bietet ausschließlich „grünen Strom“ an. Der Strommix muss zu mindestens 50 Prozent aus Erneuerbaren Energien stammen. 50 Prozent dürfen aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammen.
  3. Der Anbieter fördert über den Bezug von Strom aus Neuanlagen hinaus nachweislich neue regenerative Anlagen zur Stromerzeugung.
  4. Die Betreiber der Stromerzeugungsanlagen, von denen der Anbieter Strom kauft, dürfen eigentumsrechtlich nicht oder allenfalls minimal mit der Atomwirtschaft verflochten sein.
  5. Der Anbieter muss bundesweit tätig sein, so dass alle StromkundInnen im Bundesgebiet zu ihm wechseln können.

Die ROBIN WOOD-Recherche ergab, dass folgende Öko-Stromanbieter die Kriterien erfüllen (eine explizite Empfehlung für einen der Anbieter spricht ROBIN WOOD nicht aus):

  • Elektrizitätswerke Schönau eG
  • Greenpeace Energy eG
  • LichtBlick AG
  • Naturstrom AG

Bei allen Anbietern fand ROBIN WOOD bei den Betreibern einzelner Kraftwerke, von denen Strom bezogen wird, Verflechtungen mit der Atomindustrie. Diese Verflechtungen sind jedoch im einstelligen Prozentbereich und damit so geringfügig, dass eine direkte Einflussnahme unserer Meinung nach ausgeschlossen werden kann.

  • Atomausstieg selber machen!
    Seit der Öffnung des Strommarktes 1998 hat jeder Bewohner der BRD das Recht, seinen Stromanbieter selbst auszuwählen: Damit kann er sich gegen Strom aus Atomkraftwerken und für eine umweltfreundliche Energieerzeugung entscheiden. Jeder Mensch, der auf sauberen Strom umsteigt, macht seinen eigenen, kleinen Atomausstieg! Denn wo kein Abnehmer von atomar erzeugter Energie ist, braucht auch keine produziert werden! Wechseln viele Menschen zu umweltfreundlichen Energieproduzenten, werden die großen Atom – Stromkonzerne die Verluste nicht übersehen können – und werden zum Umdenken gezwungen!
  • Bankenwechsel jetzt!
    Sie essen Öko? Ihr Strom ist grün? Warum ist ihr Bankkonto radioaktiv? Mit Atomkraft lässt sich viel Geld verdienen. Neben den Energiekonzernen mischen auch die Banken kräftig mit, wenn es um atomare Schweinereien geht. Ob Uranabbau oder Atommüllexport – wichtig ist nur, dass die Kasse stimmt. Nicht nur durch den Stromanbieterwechsel kann jedeR ein Zeichen für den Atomausstieg setzen, auch mit der Wahl seiner Kreditinstituts.
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