Eine Auswertung der Zahlen der IAEA (International Atomic Energy Agency) für das erste Halbjahr 2011 zeigt, dass sich weltweit der Niedergang der Atomkraft beschleunigt hat. 12 AKW wurden endgültig abgeschaltet, drei in Betrieb genommen und nur mit dem Bau eines AKW begonnen.
Das Ende der vier japanischen Atomkraftwerke ist das Ergebnis eines leidbringenden Unfalls. Die Abschaltung der acht deutschen AKW ist Folge einer Kettenreaktion: Denn die japanische Katastrophe hat die Anti-Atom-Einstellung in Deutschland befeuert, die Bundeskanzlerin eines Besseren belehrt und ihre Regierung zur Kehrtwende gezwungen.
Dies ist möglich geworden, weil vier Jahrzehnte lang Gesundheits- und Umweltschützer beharrlich auf die der Bevölkerung anfangs nicht bekannten Gefahren und Atommüllprobleme hingewiesen haben. In Deutschland hat dies in vorbildlicher Weise zukunftsfähigen Energietechniken den Weg bereitet. Heute wird schon 20 Prozent unseres Nettostromverbrauchs aus Wind-, Wasser-, Biomasse- und Solarenergie gedeckt. Gut 350.000 Arbeitsplätze sind entstanden und die grüne Energietechnik aus Deutschland ist in wichtigen Segmenten Weltmarktführer.
Hingegen schrumpfte im ersten Halbjahr 2011 weltweit die Atomenergie. Dies bestätigt auch eine Betrachtung nicht nur nach Kraftwerken sondern nach elektrischer Leistung:
Bilanz:
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Inbetriebnahmen:
Stillgelegt:
Baubeginn:
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In Japan sind noch viel mehr AKW am 11. März 2011 schnell abgeschaltet worden. Bis heute ist allerdings noch nicht entschieden worden, welche endgültig außer Betrieb genommen werden. Zurzeit laufen nur 19 der 54 AKW, die vor dem 11. März ans Netz angeschlossen waren.
- Stand der Dinge: Atomkraft weltweit auf absteigendem Ast
22. April 2011 – Eine anlässlich des 25. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Europäischen Parlament präsentierte Bericht zum Stand der weltweiten Atomenergie kommt zu dem Schluss, dass der Anteil von Atomkraft an der Elektrizitätsproduktion weltweit abnimmt und künftig weiter abnehmen wird. So war 2010 erstmals die weltweite Leistung erneuerbarer Energien größer als die der aktiven AKW (381 Gigawatt gegenüber 375 Gigawatt vor Fukushima).
Quelle: atommuell-lager.de, iaeo.org; 06.07.2011
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