12.02.2011 - Castorblockade bei Ludwigslust
25 Atomkraftgegner haben kurz hinter Ludwigslust den Transport von fünf Castorbehältern mit hochradioaktiven Abfällen auf seiner Fahrt von Karlsruhe in das Zwischenlager Nord bei Lubmin blockiert. Mit einem Transparent und Leuchtfackeln gingen sie gegen 22.00 Uhr bei der Ortschaft Rastow auf die Gleise und sorgten für einen 40 minütigen Zwangsstopp.

„Wir protestieren gegen sinnlose Atommüllverschiebung, denn es gibt keine Lösung für den Atommüll“, so Bernd Ebeling von contrAtom. „Der Abfall aus der gescheiterten Wiederaufarbeitunganlage Karlsruhe gehört nicht nach Lubmin, denn dort kann er auch nicht bleiben.“

Die Aktivisten konnten trotz tausender im Einsatz befindlicher Polizisten unbehelligt die Schienen erreichen und mussten erst auf sich aufmerksam machen. Als nach über 30 Minuten mehrere Hundertschaften Bundespolizei vor Ort waren, konnten die Gleise geräumt werden. Nach einer Personalienfeststellung wurden alle Aktivisten wieder in die Freiheit entlassen.

Schon wenige Kilometer weiter blockierte eine weitere Gruppe dann kurz vor Schwerin erneut die Gleise.

Die Anlage in Karlsruhe sollte den Durchbruch zur Wiederaufarbeitung von Brennstäben in Deutschland bedeuten und war Pilotanlage für Wackersdorf. Doch die Technologie wurde wegen seiner Kosten und den Gefahren beim Hantieren mit den giftigsten Stoffen der Welt nach Protesten aufgegeben. Die jetzt transportierte Fracht war letztlich nur eines: verdammt teuer. Nun sollen die Altlasten der gescheiterten Technik, die mehrere tausend Jahre gefährlich stahlen, im bundeseigenen Zwischenlager Lubmin abgeparkt werden. Nach Willen von schwarz/gelb werden die Behälter in einigen Jahrzehnten dann im Salzstock Gorleben enden.

Unser Protest richtet sich gegen de gefährliche Atompolitik, wir fordern die Laufzeitverlängerung sofort zurückzunehmen und die AKWs stillzulegen! Kein Gramm hochradioaktiver Abfall ist entsorgt – und eine Perspektive nicht in Sicht. Dieser Nonsens ist kein Konsens!

  • Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit!

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