Weil Italien wieder in die Atompolitik einsteigen will, informieren Umweltschützer nun auf einer Art Protest-Wanderung über die Atompläne Berlusconis. Ein möglicher Standort ist nur 160 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt.Zehn AktivistInnen von Greenpeace wandern von 1. bis 8. August am Friedensweg an der österreichisch-italienischen Grenze. Anlass für diese Wanderung geben die Pläne des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, wieder in die Atomenergie einzusteigen. Auch die österreichische Bevölkerung ist von diesem Vorhaben unmittelbar betroffen. Denn ein möglicher Standort für ein neues Atomkraftwerk befindet sich in Chioggia, nur wenige Kilometer von Venedig und rund 160 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Auf ihrem Marsch auf dem Karnischen Höhenweg werden die Umweltschützer Aufklärungsarbeit leisten und die Wanderer über die nukleare Zukunft Italiens informieren.
Italien hat sich 1987 nach dem schweren Reaktorunfall in Tschernobyl per Volksentscheid dafür ausgesprochen, künftig auf Atomenergie zu verzichten. Berlusconi will sich nun über den Willen der Bevölkerung hinwegsetzen und plant den Bau neuer Atomkraftwerke. Eines davon soll in unmittelbarer Nähe zu den beliebten Urlaubsstränden von Jesolo, Caorle, Lignano oder Bibione entstehen. ´Die Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht, kennt keine Grenzen. Berlusconi plant den Wiedereinstieg Italiens in die Atomkraft gegen den Willen der italienischen und österreichischen Bevölkerung.´, erklärt Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace, in einer Aussendung am Freitag. < zur Artikelübersicht
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